VfB Stuttgart:Ausgleich trotz kuriosem Platzverweis

VfB Stuttgart: Machte die Sache nicht leichter: VfB-Verteidiger Atakan Karazor muss vorzeitig vom Platz.

Machte die Sache nicht leichter: VfB-Verteidiger Atakan Karazor muss vorzeitig vom Platz.

(Foto: Thomas Kienzle/AFP)

In Unterzahl sichert sich Stuttgart kurz vor Schluss gegen Union Berlin noch einen Punkt. Atakan Karazor hatte zuvor innerhalb von 35 Sekunden zweimal die Gelbe Karte bekommen.

Der VfB Stuttgart hat sich in Unterzahl einen Punkt gegen Union Berlin erkämpft und damit die Siegesserie der Eisernen in der Fußball-Bundesliga gestoppt. Wahid Faghir (90. Minute+3) gelang für die Schwaben beim 1:1 (0:1) der späte Ausgleich, nachdem Atakan Karazor in der 57. Minute innerhalb von 35 Sekunden zweimal die Gelbe Karte gesehen hatte. In der ersten Hälfte hatte Taiwo Awoniyi (31.) die Berliner mit seinem siebten Saisontor in Führung gebracht, die zuletzt gegen den VfL Wolfsburg (2:0), bei Mainz 05 (2:1) und gegen Arminia Bielefeld (1:0) gewonnen hatten.

Damit verpasste es Union, erstmals in der Klubgeschichte vier Siege in der Bundesliga nacheinander zu feiern. Für die Stuttgarter um Trainer Pellegrino Matarazzo war es die vierte Partie in Serie ohne Niederlage. Mit zehn Punkten hängen die Schwaben aber weiter in der Gefahrenzone fest. Während der VfB am Mittwoch in der zweiten Runde des DFB-Pokals gegen den 1. FC Köln auf ein Erfolgserlebnis hofft, will Union beim Drittligisten Waldhof Mannheim wieder auf die Siegerstraße zurückkehren.

Der Treffer von Awoniyi tut dem Spiel gut, die Begegnung nimmt danach Fahrt auf

Drei Tage nach der ereignisreichen Auswärtsreise zu Feyenoord Rotterdam (1:3) in der Conference League, als eine Union-Delegation mit dem Klub-Präsidenten Dirk Zingler in einer Bar von Hooligans angegriffen worden war und später 59 Union-Anhänger festgenommen wurden, ging es in Stuttgart ruhig los. Über weite Strecken der ersten Hälfte sahen die 32 595 Fans in der Arena so gut wie keine Höhepunkte.

Erstmals seit Ausbruch der Corona-Pandemie im März 2020 durfte der VfB sein Stadion am Sonntag wieder komplett füllen. Doch anstelle der bis zu rund 60 000 möglichen Zuschauer kam nur etwa die Hälfte. Es dauerte eine halbe Stunde, bis die Stimmung der Stuttgarter Fans einen herben Dämpfer erlitt: Sheraldo Becker, der Torjäger Max Kruse ersetzte und erstmals seit neun Monaten wieder in der Startelf stand, bediente Sturmpartner Awoniyi ideal an der Strafraumgrenze, dieser traf per Direktschuss ins lange Eck.

Das Tor tat dem Spiel gut, die Begegnung nahm Fahrt auf. Doch VfB-Kapitän Wataru Endo (33.) und Marc Oliver Kempf (34.) verpassten die direkte Antwort. Auf der anderen Seite hatte Awoniyi nach Vorarbeit des starken Genki Haraguchi die Chance auf den Doppelpack (38.). Nach dem Seitenwechsel übernahmen zuerst die Stuttgarter die Kontrolle, doch Karazors unnötiger Platzverweis erschwerte die Aufgabe.

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