bedeckt München 19°

Fußball-Bundesliga:RB Leipzig schafft Gehaltsobergrenze ab

Ralf Rangnick

Leipzigs Sportdirektor Ralf Rangnick.

(Foto: dpa)

Sportdirektor Rangnick will die Gehälter seiner Spieler erhöhen. Die deutschen Zweitligisten sind offenbar die Verlierer beim Kampf um die TV-Milliarden.

Bundesliga, RB Leipzig: Angesichts des sportlichen Erfolgs will Bundesliga-Aufsteiger RB Leipzig in den kommenden Jahren kontinuierlich die Spielergehälter erhöhen. Die bisher intern festgesetzte Gehaltsobergrenze von drei Millionen Euro gelte nicht für die nächsten Jahre, sagte Sportdirektor Ralf Rangnick im Interview der Deutschen Presse-Agentur. Dabei sollen auch die Spieler davon profitieren, "die mit dazu beigetragen haben, dass wir da sind, wo wir jetzt sind." Als Aufsteiger stehen die noch ungeschlagenen Sachsen nach bisher zehn Saisonspielen punktgleich hinter Tabellenführer FC Bayern München auf dem zweiten Rang. Für den sportlichen Erfolg ist laut Rangnick vor allem Trainer Ralph Hasenhüttl verantwortlich. "Der Trainer ist der entscheidende Faktor. Ohne die Arbeit von ihm und seinem Stab wären wir nicht da, wo wir jetzt in der Tabelle stehen", sagte er. "Hier wird fantastisch gearbeitet und das in einer zwischenmenschlich völlig harmonischen Atmosphäre."

TV-Gelder, 2. Bundesliga: Die Zweitligisten sind offenbar die Verlierer beim Kampf um die Verteilung der TV-Milliarden im deutschen Profifußball. Laut des kicker erhalten die Zweitliga-Klubs ab der Saison 2017/18 weniger als die bisherigen 20 Prozent aus den nationalen Einnahmen. Durchgesetzt haben sich dagegen wohl die Traditionsvereine mit ihrer Forderung, wonach neben den sportlichen Kriterien zukünftig auch die sogenannten weichen Faktoren wie Fanaufkommen und TV-Einschaltquoten bei der Verteilung berücksichtigt werden sollen. Der kicker bezieht sich in seinem Bericht allerdings nur auf die 4,64 Milliarden Euro, die es national für die vier Spielzeiten von 2017/18 bis 2020/21 gibt. Was mit den rund 1,3 Milliarden Euro aus der internationalen Vermarktung wird, ist unklar.Die Deutsche Fußball Liga (DFL) will am 24. November den neuen Verteilungsschlüssel, der vom Ligavorstand erarbeitet wurde, öffentlich machen. Zuvor werden die Vertreter der Klubs bei einer "Informationsveranstaltung" unterrichtet.

Tennis, ATP-Finale: US-Open-Sieger Stan Wawrinka hat seine letzte Chance auf eine Halbfinal-Teilnahme bei der ATP-WM in London gewahrt. Der Schweizer besiegte am Mittwochabend Marin Cilic in 1:58 Stunden mit 7:6 (7:3), 7:6 (7:3) und kann damit aus eigener Kraft den Einzug unter die letzten Vier beim Jahresabschluss der Tennisprofis in der britischen Hauptstadt perfekt machen. Dazu müsste er am Freitag den Weltranglistenersten Andy Murray in zwei Sätzen schlagen oder auf einen Ausrutscher von Kei Nishikori hoffen. Der Schotte hatte den Japaner am Nachmittag in einem Marathon-Match in 3:20 Stunden mit 6:7 (9:11), 6:4, 6:4 besiegt und führt die Gruppe "John McEnroe" aktuell an. Der Kroate Cilic hat nach zwei glatten Niederlagen keine Chance mehr auf das Weiterkommen.

Basketball, NBA: Dennis Schröder und die Atlanta Hawks haben ihre Erfolgsserie in der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA fortgesetzt. Beim 107:100 gegen die Milwaukee Bucks feierte das Team von Trainer Mike Budenholzer bereits den sechsten Sieg in Serie. Schröder erzielte zwölf Punkte, drei Rebounds und acht Assists. Bester Werfer für die Hawks, die ohne den verletzten Zugang Dwight Howard auskommen mussten, war Paul Millsap mit 21 Zählern. Atlanta schob sich mit dem neunten Erfolg im elften Spiel an den Cleveland Cavaliers vorbei an die Spitze der Eastern Conference. Die Hawks profitierten von der 93:103-Niederlage des Meisters bei den Indiana Pacers.Ohne Dirk Nowitzki kassierten die Dallas Mavericks bereits die achte Saisonpleite. Die Texaner verloren bei Rekordmeister Boston Celtics mit 83:90 und bleiben Vorletzter im Westen. Harrison Barnes erzielte 28 Punkte für die Gäste. Der zuletzt an Problemen mit der Achillessehne laborierende Nowitzki nahm erneut am Vormittagstraining teil, wurde für die Begegnung aber nicht berücksichtigt.

© Süddeutsche.de/dpa/sid/ebc

Lesen Sie mehr zum Thema

Zur SZ-Startseite