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Fußball-Bundesliga:Mainz zittert sich zum Sieg

SV Darmstadt 98 - 1. FSV Mainz 05

Der Mainzer Pablo de Blasis (r) jubelt nach seinem Treffer zum 2:3 zusammen mit Yoshinori Muto.

(Foto: dpa)

Bundesliga-Frust statt Europapokal-Traum: Der Höhenflug von Darmstadt 98 ist vorerst gestoppt. Zum Auftakt des 8. Spieltags verlor der bislang überraschend starke Aufsteiger das Rhein-Main-Derby gegen den FSV Mainz 05 mit 2:3 (1:2) - bei einem Sieg hätten die Lilien zumindest vorübergehend Platz vier erobert, der zur Teilnahme an der Champions-League-Qualifikation berechtigt. Sandro Wagner schoss in der Nachspielzeit einen umstrittenen Foulelfmeter über das Tor (90.+6) und vergab damit das 3:3.

Die Treffer von Marcel Heller (27.) und Publikumsliebling Marco Sailer (57.) waren damit zu wenig. Pablo de Blasis (64.) entschied die Partie zugunsten der Mainzer, die in Person von Stefan Bell (15.) und Yunus Malli (24.) noch vor der Halbzeitpause die Passivität der Darmstädter bestraft hatten.

Darmstadt enttäuscht

Überhaupt lieferte Darmstadt - vor allem defensiv - einen ganz schwachen ersten Durchgang ab. Abstimmungsfehler sorgten bei Trainer Dirk Schuster an der Seitenlinie immer wieder für Unmut, und hätten die Mainzer die vielen daraus resultierenden Lücken besser genutzt, wäre die Partie vielleicht schon nach 45 Minuten entschieden gewesen. So aber blieb eine phasenweise schwache Partie vor 17.000 Zuschauern im ausverkauften Stadion am Böllenfalltor wenigstens spannend.

Überraschend war vor allem, dass die spielerisch limitierten Darmstädter an diesem Abend auch kämpferisch lange Zeit unter ihren Möglichkeiten blieben. Dabei hatte Schuster genau die Elf aufgeboten, die am vergangenen Sonntag noch mit letzter Kraft ein 2:2 bei Borussia Dortmund erkämpft hatte. Auf der anderen Seite brachte auch Martin Schmidt im Vergleich zum 0:3 gegen Bayern München nur zwei Neue - aber nicht wie erwartet die Abwehrspieler Leon Balogun und Gaetan Bussmann, die mit ihrer Größe im eigenen Strafraum für Stabilität hätten sorgen können.

Heller weckt die Lilien

Benötigt wurde das Duo zunächst aber ohnehin nicht - zumindest nicht in der ärgsten Gefahrenzone. Denn die Darmstädter agierten lange Zeit völlig uninspiriert und ängstlich, erst nach Hellers Tor zeigten die Lilien wieder ihre bekannten Tugenden: Leidenschaft und Wille. Genau damit kamen die Darmstädter nach dem Seitenwechsel auch zum Ausgleich. Auf der linken Außenbahn eroberten Heller und Konstantin Rausch den Ball, Letzterer bediente Sailer mustergültig. Tatsächlich war der Aufsteiger in dieser Phase dem Sieg näher als Mainz. De Blasis nutzte allerdings das Durcheinander im Darmstädter Strafraum zur erneuten Führung.

Neben Torschütze Heller erreichte auf Darmstädter Seite am ehesten noch Kapitän Aytac Sulu Normalform. Bei den Mainzern ragten Malli und Danny Latza heraus.