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Fußball-Bundesliga:Gnabry ist da, Bremen dementiert

Werder Bremen Neuzugang Serge Gnabry wird vorgestellt

Zurück in Deutschland: Serge Gnabry mit seinem neuen Leibchen.

(Foto: dpa)

Der Tabellenletzte der Bundesliga weist ein Gerücht zurück, wonach der FC Bayern an dem Transfer beteiligt ist. Gnabry selbst sieht Potenzial bei seinem neuen Klub.

Zur Sicherheit hatte der SV Werder Bremen am Mittwochnachmittag nur zwei Menschen eingeladen, um auf dem Podium zur Pressekonferenz in der Ostkurve des Weser-Stadions Platz zu nehmen. Dort saß der Bremer Sport-Geschäftsführer Frank Baumann, um den Transfer von U 21-Nationalspieler Serge Gnabry vom FC Arsenal zu verkünden. Dort saß auch Gnabry, 21, selbst. Er erzählte, was Fußballer an solchen Tagen eben gerne erzählen. Gnabry hielt sein neues Trikot mit der Nummer 29 in die Kameras und sagte: "Ich bin froh, hier zu sein." Oder: "Ich bin gut drauf." Und: "Ich bin ein offensiver Spieler, kreativ."

Dort auf dem Podium, und das war eine wichtige Information, saß nicht: Jean-Hermann Gnabry, Serges Vater, der aus dem Transfer am Dienstag eine recht kuriose Posse gemacht hatte.

Werders Team habe Potenzial, findet Gnabry

Papa Gnabry, ein ehemaliger ivorischer Nationalspieler, der seinem Sohn einst in Stuttgart das Fußballspielen beibrachte, hatte wohl am Dienstag den Stuttgarter Nachrichten erzählt, Serge würde zum FC Bayern wechseln, um von dort sogleich zum SV Werder weiterverliehen zu werden. Gnabry, als 16-Jähriger zum FC Arsenal gewechselt und von dort jüngst an West Bromwich Albion verliehen, hatte beim olympischen Fußballturnier in Brasilien mit sechs Toren und rasanten Dribblings über die Flügel die Gunst vieler Bundesligisten erworben, unter anderem Hertha BSC, RB Leipzig und Mainz 05.

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Nun hatte Baumann Bremer Journalisten schon am Dienstag erklärt, dass "in dieser Form nicht korrekt" sei, was Gnabrys Vater erzählte (und auch der selbst sagte später, er sei "verwirrt"). Am Mittwoch wurde Baumanns Dementi deutlicher: "Es gibt keine Vereinbarungen mit anderen Klubs", sagte er: "Wir waren liquide genug, um diesen Transfer alleine zu stemmen." Zuvor hatte der kicker berichtet, der FC Bayern sei tatsächlich an der Zahlung der Ablösesumme in Höhe von fünf bis sechs Millionen Euro beteiligt - und habe im kommenden Sommer ein sogenanntes Zugriffsrecht auf Gnabry. Eine Version, die zumindest erklärt hätte, warum sich der von mehreren Klubs umworbene Gnabry ausgerechnet für den SV Werder entschied. Werders Team, sagte Gnabry am Mittwoch, habe trotz des schwachen Saisonstarts - der Niederlage im DFB-Pokal gegen Drittligist Lotte und dem 0:6 am ersten Spieltag beim FC Bayern - Potenzial: "Ein Platz im oberen Mittelfeld ist drin." Er habe vor, viel Spielzeit zu sammeln, erklärte er - was sich mit den Vorstellungen der Bremer decken dürfte. Baumann gab zu, dass "große Veränderungen" im Kader zwingend notwendig gewesen seien. Zu Vertragsinhalten machte er keine Angaben.

Gnabry verabschiedete sich gleich wieder, zum U 21-Nationalteam. In der kommenden Woche soll er nach Bremen zurückkommen, ohne Umwege.

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