Fußball-Bundesliga Boateng verpasst Saisonauftakt

Jerome Boateng muss nach seiner Tätlichkeit gegen Demirbay zwei Spiele aussetzen.

(Foto: Bongarts/Getty Images)

Jérôme Boateng wird wegen seiner Tätlichkeit für zwei Spiele gesperrt. Sabine Lisicki zieht in die zweite Runde von Madrid ein. Gertjan Verbeek muss 4000 Euro Strafe für unsportliches Verhalten zahlen.

Bundesliga, FC Bayern: Der FC Bayern München muss auch noch in der kommenden Saison auf Jerome Boateng verzichten. Der Nationalspieler wurde vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) nach seiner "Tätlichkeit in einem leichten Fall" gegen den Hamburger Kerem Demirbay für zwei Spiele gesperrt. Boateng und der FC Bayern haben dem Urteil zugestimmt, es ist rechtskräftig. Damit verpasst der 25-Jährige das sportlich bedeutungslose letzte Ligaspiel am Samstag gegen Stuttgart sowie das Auftaktspiel der Münchner in der kommenden Spielzeit am 22.August. Boateng hatte beim 4:1-Sieg des FC Bayern beim HSV am vergangenen Samstag Demirbay nach einem Gerangel eine Ohrfeige verpasst und war von Schiedsrichter Marco Fritz vom Platz gestellt worden.

Tennis, Madrid: Sabine Lisicki hat als erste deutsche Tennisspielerin die zweite Runde beim Turnier in Madrid erreicht. DIe letztjährige Wimbledon-Finalistin setzte sich am Montag mit 6:2, 6:7 und 6:3 gegen die slowakische Qualifikantin Karolina Pliskova durch. Die zuletzt mit einer sportlichen Krise kämpfende Lisicki trifft im nächsten Match auf Irina-Camelia Begu aus Rumänien. Zuvor waren bereits Angelique Kerber, Andrea Petkovic und Annika Beck ausgeschieden.

Philipp Kohlschreiber ist dagegen bereits in der ersten Runde ausgeschieden. Der Augsburger verlor am Montag gegen den australischen Lucky Loser Marinko Matosevic klar mit 2:6, 2:6. Schon beim Turnier in München in der vergangenen Woche war die deutsche Nummer zwei schon zum Auftakt gescheitert. Ausgeschieden ist beim topbesetzten Masters-Event in der spanischen Hauptstadt auch Benjamin Becker. Der 32-Jährige unterlag dem Russen Michail Juschni mit 3:6, 4:6.

Bundesliga, 1.FC Nürnberg: Der vom 1.FC Nürnberg beurlaubte Trainer Gertjan Verbeek ist vom Sportgericht des DFB zu einer Geldstrafe von 4000 Euro verurteilt worden. Verbeek war bei der 2:3-Niederlage der Nürnberger am 29.März beim damals ebenfalls abstiegsgefährdeten SC Freiburg mit dessen Trainer Christian Streich aneinandergeraten. In diesem Zusammenhang hatte der Niederländer in einem Sky-Fernsehinterview in Anspielung auf Schiedsrichter Jochen Drees beklagt, dass Nürnberg "fast die ganze Zeit gegen zwölf Mann gespielt" habe. Daraufhin hatte der Kontrollausschuss Anklage erhoben. Wegen unsportlichen Verhaltens erhielt Verbeek nun eine Geldstrafe. Der 51-Jährige war am 23.April als Trainer des 1.FC Nürnberg entlassen worden, der Verein ist aber noch in der Haftung.

Handball, HSV Hamburg: Petar Djordjic von Handball-Bundesligist HSV Hamburg hat sich den zweiten Kreuzbandriss im rechten Knie zugezogen und muss voraussichtlich nein Monate pausieren. Dies teilte der Verein am Montag mit. "Ich bin natürlich niedergeschlagen, dass sich meine Befürchtung unmittelbar nach der Verletzung bestätigt hat", sagt Djordjic. "Gestern war ich richtig am Boden zerstört, Durch die Diagnose habe ich jetzt Gewissheit und nehme die Herausforderung mit Volldampf an." Der 23 Jahre alte Rückraumspieler hatte sich die Verletzung im Bundesliga-Duell bei den Rhein-Neckar Löwen (31:32) zugezogen. Betroffen ist exakt die gleiche Stelle des Bandes wie bei seinem ersten Kreuzbandriss 2012. Eine Operation ist für kommende Woche in München geplant.

Tischtennis, Team-WM: Deutschlands Tischtennis-Herren haben bei der Mannschafts-WM in Tokio an der großen Überraschung geschnuppert - doch am Ende hieß der Sieger wieder China. Im Finale mussten sich die Europameister trotz eines Gala-Auftritts ihres Olympia-Dritten Dimitrij Ovtcharov gegen den favorisierten Titelverteidiger und Rekordsieger nach einem großartigen Kampf mit 1:3 geschlagen geben und auch nach ihrem insgesamt fünften WM-Endspiel mit Silber begnügen. "Es gibt keinen Grund, enttäuscht zu sein. Wir haben die beste Mannschaft der Welt gezwungen, an ihre Grenzen zu gehen, und hatten eine Chance. Insgesamt aber ist China eine andere Liga als der ganze Rest der Welt, wovon wir aber die Besten sind. Das haben wir bei dieser WM wieder bewiesen. Ich bin stolz auf diese Mannschaft. Wir können erhobenen Hauptes nach Hause fliegen", sagte Bundestrainer Jörg Roßkopf.

Europameister Ovtcharov erwischte gegen Olympiasieger und Weltmeister Zhang Jike den erhofften "Traumtag", gewann gegen den Grand-Slam-Sieger zunehmend die Kontrolle und demontierte Chinas Klassespieler beinahe nach allen Regeln der Kunst. Das klare 3:0 bedeutete für den Olympia-Dritten den ersten Erfolg seiner Laufbahn gegen ein Ass aus der Riege der chinesischen Elite. Doch es blieb der einzige Punkt des deutschen Teams.

Radfahren, Tour de Romandie: Tour-de-France-Sieger Christopher Froome hat wie im Vorjahr die Tour de Romandie gewonnen. Der 28 Jahre alte Brite vom Team Sky setzte sich im abschließenden Zeitfahren über 18,5 km mit Start und Ziel in Neuchatel mit einer Sekunde Vorsprung auf Zeitfahr-Weltmeister Tony Martin (Cottbus/QuickStep) durch. "Es war ein wirklich guter Test für mich, und ich bin sehr glücklich über das Resultat. Es ist ein wirklich gutes Gefühl, wieder im Gelben Trikot zu sein", sagte Froome, der zuletzt mit einer leichten Infektion zu kämpfen hatte. Martin haderte derweil mit einem Fahrfehler auf der Abfahrt in Richtung Ziel. "Es ist etwas anderes, wenn man ein Rennen mit 15 Sekunden verliert und sagen kann: Der Gegner war heute stärker. Aber dieses Mal habe ich mich selbst um den Sieg gebracht", schrieb Martin auf Facebook. Der bislang im Gesamtklassement mit einer Sekunde Vorsprung auf Froome führende Slowene Simon Spilak (Katjuscha) büßte auf dem anspruchsvollen Kurs als Siebter 29 Sekunden ein und musste Froome vorbeiziehen lassen. Die Tour de Romandie war der letzte wichtige Test vor dem am kommenden Freitag in Belfast beginnenden Giro d'Italie. Froome wird bei der Italien-Rundfahrt allerdings nicht am Start sein, der gebürtige Kenianer konzentriert sich auf seine Titelverteidigung bei der Tour de France im Sommer.