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Fußball - Braunschweig:Braunschweig vor Duell: "Kein Stein, den wir nicht umdrehen"

2. Bundesliga
Braunschweigs Trainer Daniel Meyer ist vor dem Spiel im Stadion. Foto: Swen Pförtner/dpa/Archivbild (Foto: dpa)

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Braunschweig (dpa/lni) - Bei Zweitliga-Aufsteiger Eintracht Braunschweig steht vor dem Kellerduell mit dem FC St. Pauli alles "auf dem Prüfstand. Es gibt keinen Stein, den wir nicht umdrehen", sagte Trainer Daniel Meyer am Donnerstag bei der Pressekonferenz zu dem Spiel des Tabellen-16. gegen den -17. (Samstag, 13.00 Uhr/Sky).

Konkret arbeiten die Braunschweiger nach den beiden Rückschlägen gegen Darmstadt (0:4) und Karlsruhe (1:3) an neuen taktischen Schwerpunkten, einer Umbesetzung der Abwehr und eventuell sogar an einem Wechsel auf der Torhüterposition. "Es geht jetzt darum, eine Stabilität zu entwickeln. Wir haben den Fokus auf defensive Abläufe gelegt. Aber das ist kein Computerspiel, bei dem man auf einen Knopf drückt und ein paar Regler verschiebt", sagte Meyer.

Der 41-Jährige kam im Sommer mit einer klaren Spielidee ("Ballbesitzfußball") nach Braunschweig und leitete dort einen großen Umbruch (elf neue Spieler) ein. Auf die Frage, ob seine Vorstellungen womöglich nicht zum Kader und zu der sportlichen Situation im Abstiegskampf passen würden, antwortete Meyer am Donnerstag: "Ich finde nicht, dass es nicht passt." Aber er sei auch "weit davon entfernt, die Dinge unkritisch zu sehen. Wir gehen jetzt in der Entwicklung einen Schritt zurück. Es geht jetzt darum, Punkte zu sammeln, egal wie der Spielstil aussieht."

Meyer wies auch die Kritik des ehemaligen Braunschweig- und St.-Pauli-Kapitäns Bernd Nehrig zurück, der die Eintracht im Sommer verlassen musste und nun der "Hamburger Morgenpost" (Donnerstag) sagte: "Braunschweig hat die Euphorie nicht genutzt, weil einige Aufstiegsspieler weggeschickt wurden und andere nur wenige Einsatzzeiten bekamen." Dazu sagte der Eintracht-Coach: "Dass wir einen Umbruch vornehmen mussten, war aus meiner Sicht alternativlos." Man müsse nur sehen, wo die vielen Abgänge des Vereins jetzt spielen würden: "Keiner spielt in der 2. Bundesliga, einige sitzen in der 3. Liga auf der Bank, einige sind in der Regionalliga untergekommen." Nehrig selbst wechselte zum Viertligisten Viktoria Berlin.

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