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Fußball - Aue-Bad Schlema:Mutig in neue Mission: Shpileuski will neue Spielkultur

2. Bundesliga
Aliaksei Shpileuski, neuer Cheftrainer des FC Erzgebirge Aue. Foto: FC Kairat/FC Erzgebirge/dpa/Archivbild (Foto: dpa)

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Aue (dpa) – Anspruchsvolle Mission, mutige Ansagen – an seinem ersten Arbeitstag wirkte Aliaksei Shpileuski entspannt und selbstbewusst. Obwohl er zu den jüngsten Cheftrainern im deutschen Profifußball gehört, dazu eine erfahrene Mannschaft übernimmt und den Druck hat, die Sachsen in einer stark besetzten 2. Bundesliga zum Klassenverbleib zu führen, gab sich der neue Coach des FC Erzgebirge Aue zuversichtlich.

"Ich bin überzeugt, dass ich den Input geben kann, um Aue voranzubringen. Es ist auch für mich persönlich eine Plattform, sich als Trainer zu zeigen und eine Philosophie zu implementieren, die vielleicht auch viel Aufsehen erregen wird", sagte der 33-Jährige bei seiner Vorstellung am Dienstag. 

Die Verpflichtung des in Belarus geborenen Shpileuski hatten die Sachsen bereits in der vergangenen Woche bekanntgegeben. Er unterschrieb bei den "Veilchen" einen Kontrakt bis Juni 2024. Zuletzt arbeitete Shpileuski, der als Sechsjähriger mit seinen Eltern nach Deutschland zog, beim kasachischen Meister Kairat Almaty. Davor fungierte er unter anderem als Nachwuchstrainer bei RB Leipzig.

"Ich möchte die Chance nutzen. Wir werden in der kommenden Saison eine der stärksten zweiten Ligen der Welt haben. Ich hoffe, dass ich meinen Vertrag bis 2024 erfüllen kann. Ich bin selbstbewusst genug, um zu sagen, dass ich einen Plan habe. Jetzt müssen wir den Plan umsetzen", erklärte der Nachfolger von Dirk Schuster. Vom 53-Jährigen hatte sich der Verein Ende Mai vorzeitig getrennt. 

"Das Alter hat bei der Auswahl keine wesentliche Rolle gespielt. Aliaksei hat uns am meisten überzeugt. Wir haben uns sehr viel Zeit genommen", kommentierte Aues Vereinspräsident Helge Leonhardt die Verpflichtung Shpileuskis. "Ich bin froh, dass wir einen Trainer haben, der europäisch unterwegs war. Wir wollen den Fußball nicht neu erfinden, sondern als Underdog die zweite Liga stabil behaupten."

Seine Aufgabe in Aue geht Shpileuski mit großem Enthusiasmus an. Nach einigen Leistungstests starten die Auer am Donnerstag offiziell in die Saisonvorbereitung. "Ich möchte vor allem mit Kompetenz überzeugen und eine Atmosphäre schaffen, die frei von Egoismen sein wird", betonte der neue Chefcoach. "Wir wollen eine andere Spielkultur reinbekommen, die gepaart ist mit Kollegialität, Proaktivität und Leidenschaft. Unser Ziel wird sein, jedes Spiel zu gewinnen - egal ob im eigenen Stadion oder auswärts."

Eine Prognose, wo sich Erzgebirge Aue in der Spielzeit 2021/2022 einreihen wird, wollte Shpileuski nicht abgeben: "Es gibt weltweit genügend Beispiele, die bewiesen haben, dass man mit geringen Mitteln als Underdog sehr viel erreichen kann. Irgendwelche Vorhersagen zu treffen, möchte ich einfach nicht."

© dpa-infocom, dpa:210615-99-00267/3

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