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Fußball:Al-Khelaifi neuer Präsident bei der Klub-Vereinigung

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Der katarische Präsident von PSG: Nasser Al-Khelaifi hat demnächst in Europas Fußball viel mitzubestimmen.

(Foto: Kenzo Tribouillard/AFP)

Der PSG-Boss folgt bei der ECA auf Andrea Agnelli. Tottenham gewinnt nach dem Rauswurf von Trainer Mourinho.

Meldungen im Sportticker

Fußball, Europa: Nach dem Wirbel um die Super League hat Club-Chef Nasser Al-Khelaifi vom französischen Meister Paris Saint-Germain die Nachfolge von Andrea Agnelli als Präsident der Europäischen Klub-Vereinigung angetreten. Das teilte die ECA am Mittwoch mit. Der Italiener Agnelli, Vereins-Chef von Juventus Turin, zählte gegen die Interessen der ECA zu den Mitinitiatoren der elitären Liga und hatte daraufhin auch seinen Posten bei der Club-Vereinigung geräumt. Al-Khelaifi hatte mit PSG wie auch der FC Bayern und Borussia Dortmund auf eine Teilnahme an der umstrittenen Super League verzichtet. Michael Gerlinger, Direktor Recht & Personal beim FC Bayern, wurde zum ersten Stellvertreter ernannt.

Fußball, England: Zwei Tage nach dem Rauswurf des Startrainers Jose Mourinho hat sich Tottenham Hotspur im Kampf um die Champions League zurückgemeldet. Beim Debüt des Interims-Teammanagers Ryan Mason siegten die Londoner nach drei Spielen ohne Dreier 2:1 (0:1) gegen den FC Southampton und rückten als Tabellensechster bis auf zwei Punkte an den vierten Rang heran. Der 29-jährige Mason, der seine Karriere 2018 wegen der Spätfolgen nach einem Schädelbruch hatte beenden müssen, trat am Dienstag bis Saisonende die Nachfolge Mourinhos an. Der Portugiese war einen Tag zuvor wegen der anhaltenden sportlichen Probleme und interner Querelen mit der Mannschaft gefeuert worden. Danny Ings (30.) brachte die Spurs, die ihre Teilnahme an der Super League in der Nacht zu Mittwoch abgesagt hatten, in Rückstand. Gareth Bale (60.) und Heung-Min Son (90., Foulelfmeter) drehten das Spiel.

Fußball, Italien: Juventus Turin hat sich nach chaotischen Tagen im Zeichen der Super League zumindest auf dem Platz zielsicher präsentiert. Der italienische Fußball-Rekordmeister, einer der Hauptakteure im jüngsten Streit um eine europäische Elite-Liga, gewann am 33. Spieltag der Serie A gegen Parma Calcio mit 3:1 (1:1). Damit eroberte die Alte Dame Rang drei in der Tabelle zurück, den sie am Wochenende im direkten Duell an Atalanta Bergamo um den deutschen Nationalspieler Robin Gosens (0:1) verloren hatte. Bergamo liegt wieder einen Punkt zurück, kann am Donnerstag im Spiel gegen die AS Rom aber reagieren.

An der Spitze leisteten sich die Mailänder Großklubs ungewohnte Ausrutscher. Tabellenführer Inter kam bei Spezia Calcio nicht über ein 1:1 (1:1) hinaus, liegt mit 76 Zählern aber ohnehin weit vor der Konkurrenz. Der AC Mailand allerdings verlor gegen Sassuolo Calcio 1:2 (1:0) und hat mit 66 Punkten nur noch einen Zähler Vorsprung auf Juventus.

Basketball, Euroleaue: Die Basketballer von Bayern München haben im ersten Viertelfinal-Spiel der EuroLeague eine ganz bittere Niederlage kassiert und bei Italiens Topteam Armani Mailand eine 17-Punkte-Führung verspielt. Die Mannschaft von Trainer Andrea Trinchieri unterlag am Dienstagabend 78:79 (44:27) und verpasste in der "best of five"-Serie einen großen Schritt Richtung Traumziel Final Four.

Zach LeDay erzielte die entscheidenden zwei Punkte für Mailand eine Sekunde vor Schluss. Für die zunächst wie entfesselt aufspielenden Münchner kam Dennis Seeley auf 23 Punkte. Die Bayern, die als erste deutsche Mannschaft das Viertelfinale in der europäischen Premiumklasse erreicht hatten, stehen nun im zweiten Spiel am Donnerstag ebenfalls in Mailand bereits unter Druck. Das Finalturnier findet vom 28. bis 30. Mai in Köln statt.7

Bundesliga, Leipzig: Trainer Julian Nagelsmann grämt sich nicht mehr über die wohl letzte vergebene Chance auf die deutsche Fußball-Meisterschaft. Schon bevor RB Leipzig am Sonntag wieder auf den Platz geht, könnte der FC Bayern München nach dem 2:0 (2:0) gegen Bayer Leverkusen erneut als Meister feststehen. "Aber das ist heute nicht der mega Punkt, über den ich mich ärgere", sagte Nagelsmann nach dem überraschenden 1:2 (0:0) beim Vorletzten 1. FC Köln: "Ich ärgere mich mehr darüber, dass wir nicht gewonnen haben, als darüber, dass wir nicht Meister werden. Die Wahrscheinlichkeit war schon vor dem Spieltag nicht mehr sehr groß."

Die Bayern haben nach ihrem Sieg gegen Leverkusen und der Leipziger Niederlage zehn Punkte Vorsprung bei noch vier ausstehenden Spielen. Sollten die Müchner am Samstag in Mainz gewinnen, wäre der neunte Meister-Titel in Serie perfekt. Der Tabellenzweite Leipzig empfängt erst am Sonntag den VfB Stuttgart.

© SZ/dpa/sid/bek
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