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Früherer Fußball-Nationalspieler:Wolfram Wuttke mit 53 Jahren gestorben

Wolfram Wuttke

Wolfram Wuttke bei einem Volley-Schuss: Mit der Olympiamannschaft gewinnt er 1988 Bronze in Seoul.

(Foto: dpa)
  • Der frühere Fußballprofi und Nationalspieler Wolfram Wuttke ist tot.
  • Er lag zuletzt wegen multiplem Organversagen im Koma.
  • Der 1. FC Kaiserslautern trauert um seinen früheren Spieler, der lange als eines der größten Talente im deutschen Fußball galt.

Benjamin Wuttke bestätigt den Tod seines Vaters

Der frühere Fußball-Nationalspieler Wolfram Wuttke ist im Alter von 53 Jahren gestorben. Dies bestätigte sein Sohn Benjamin am Sonntag der Nachrichtenagentur dpa. Wuttke lag zuletzt wegen multiplem Organversagen in einer Klinik im westfälischen Lünen im Koma und starb dort am frühen Sonntagmorgen. Darüber hatte zunächst die Bild-Zeitung berichtet.

Der frühere Stürmer spielte einst für den FC Schalke 04, Borussia Mönchengladbach, den Hamburger SV, den 1. FC Kaiserslautern und den 1. FC Saarbrücken. Er bestritt zwischen 1979 und 1993 299 Bundesliga-Partien (66 Tore). Zudem absolvierte er vier Länderspiele. Mit der deutschen Olympia-Auswahl gewann er 1988 in Seoul die Bronzemedaille. Später trug er noch das Trikot des spanischen Zweitligisten Espanyol Barcelona und des 1. FC Saarbrücken.

1. FC Kaiserslautern trauert um seinen früheren Spieler

Bekannt wurde Wuttke vor allem durch seine raffinierten Schüsse und Pässe mit dem Außenrist - und Streitigkeiten mit seinen Trainern: Jupp Heynckes verpasste er einst den Spitznamen "Osram", weil der so schnell einen roten Kopf bekam.

1993 musste er seine Karriere nach einem Schulterbruch beenden. Danach versuchte er weiter, im Fußballgeschäft zu bleiben und trainierte die Amateurclubs TuS Haltern und TSV Crailsheim. Im Jahr 2000 war Wuttke an der für Männer seltenen Krankheit Brustkrebs erkrankt, überstand dies jedoch.

"Der 1. FC Kaiserslautern trauert um Wolfram Wuttke, der in der Nacht in einem Krankenhaus in Lünen verstarb. Unsere Gedanken sind bei seinen Angehörigen und Freunden", schrieb der FCK auf seiner Facebook-Seite. Bei den "Roten Teufeln" hatte er sich mit Trainer Gerd Roggensack zerstritten und war in der Spielzeit 1989/90 suspendiert worden. Wuttke galt lange als eines der größten Talente im deutschen Fußball.

© Süddeutsche.de/dpa/fued
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