MeinungSieg bei French OpenAlexander Zverev ist jetzt nie mehr der Unvollendete

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Kommentar von Gerald Kleffmann, Paris

Lesezeit: 2 Min.

Am Ziel: Alexander Zverev hält nach dem Finalsieg in Paris die ersehnte Coupe des Mousquetaires in den Armen.
Am Ziel: Alexander Zverev hält nach dem Finalsieg in Paris die ersehnte Coupe des Mousquetaires in den Armen. Christophe Ena/AP/dpa

Oft ist Alexander Zverev an sich selbst gescheitert, jetzt holt er seinen ersten Grand-Slam-Titel. Und die Vergangenheit zeigt: So ein Triumph kann einen Spitzenathleten noch mal besonders beflügeln.

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Vor 16 Monaten, als Alexander Zverev bei den Australian Open sein drittes von bis dahin drei erreichten Grand-Slam-Finals verloren hatte, offenbarte er sein Innerstes. Verzweiflung kam zum Vorschein. „Ich will meine Karriere sicher nicht als der beste Spieler beenden, der nie ein Grand Slam gewonnen hat“, sagte er, nachdem ihn der Italiener Jannik Sinner deutlich besiegt hatte. „Ich bin nicht gut genug“, geißelte sich Zverev sogar. Später bereute er diese Sätze und versicherte: Natürlich glaube er daran, bei einem der vier wichtigsten Turniere in Melbourne, Paris, Wimbledon und New York zu triumphieren. Und doch blieb der Eindruck: Da liegt ein Schatten auf seiner Seele. Hieß nicht seine TV-Doku „Der Unvollendete“?

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