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Bundesliga:Bobic kündigt Abschied aus Frankfurt an

Fredi Bobic

Fredi Bobic.

(Foto: dpa)

Der Sportvorstand sagt in der ARD, dass er den Klub im Sommer verlässt. Die Eintracht reagiert irritiert.

Sportvorstand Fredi Bobic verlässt den Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt am Saisonende. Das bestätigte der 49-Jährige am Dienstag der ARD-Sendung Sportschau Thema. "Man war vorbereitet darauf, dass die Situation kommt, dass ich im Sommer 2021 den Verein verlassen werde", sagte Bobic.

Er habe sogar schon Mitte 2020 gehen wollen. "Dann wurde ich gebeten, ob ich nicht noch die Corona-Saison durchziehen kann, und ich habe gesagt, das mache ich, schon aus moralischen Gründen. Ich habe gesagt, ich ziehe noch ein Jahr durch - und jeder wusste eigentlich Bescheid", sagte er. Die Sendung soll an diesem Dienstag um 23 Uhr ausgestrahlt werden, ein Ausschnitt war aber bereits online zu sehen.

Der Aufsichtsrat habe alles versucht, ihn zu halten: "Aber es ist eine persönliche Sache, und das haben sie auch verstanden." Zu den Berichten über einen bevorstehenden Wechsel zu Hertha BSC mochte sich Bobic inhaltlich nicht äußern. "Ich will auf das Thema gar nicht mehr eingehen, denn leider kommen immer wieder zu viele Indiskretionen an die Öffentlichkeit", betonte er.

Die Eintracht reagierte irritiert. Der Aufsichtsratsvorsitzende, Philip Holzer, bestätigte zwar Gespräche - nicht aber, dass bereits eine Entscheidung gefallen sei. "Wir haben verabredet, entsprechende Gespräche über einen Verbleib oder einen vorzeitigen Wechsel zu führen und darüber im Sinne des sportlichen Erfolgs der Eintracht absolutes Stillschweigen zu wahren", sagte Holzer einer Klub-Mitteilung zufolge. "Die Gespräche sind gegenwärtig noch nicht abgeschlossen und werden erst nach der nächsten Aufsichtsratssitzung Mitte März fortgesetzt." Der Vertrag des früheren Nationalspielers bei den Hessen lief eigentlich noch bis 2023.

Zuletzt war berichtet worden, Bobic sei bei der Hertha BSC der Wunschkandidat für die Nachfolge des entlassenen Sport-Geschäftsführers Michael Preetz. Der Eintracht steht nun ein Umbruch in der Führungsetage bevor. Der zum Saisonende auslaufende Vertrag mit Sportdirektor Bruno Hübner (60) wird nach zehn Jahren nicht mehr verlängert.

© SZ.de/sid/chge
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