Frauenbasketball:Frischer Wind

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Frauenbasketball: Gute Frühform: Theresa Spatzier war gleich wieder die dominante Münchner Korbjägerin.

Gute Frühform: Theresa Spatzier war gleich wieder die dominante Münchner Korbjägerin.

(Foto: Claus Schunk)

Der TS Jahn München startet mit einem leicht veränderten Kader erfolgreich in die neue Saison. Zum Auftakt gibt es einen 78:75-Sieg gegen Ludwigsburg.

Von Karl-Wilhelm Götte

Zwölf Punkte von einer Art Europameisterin: Dieser Auftakt konnte sich sehen lassen. Die Zweitliga-Basketballerinnen der TS Jahn München sind am Samstag mit einem Erfolg in die Saison gestartet, der so nicht zwingend zu erwarten war: Mit 78:75 setzten sie sich gegen die BSG Ludwigsburg durch. 36:22 führten sie zur Pause, zumindest die anfängliche Dominanz kam durchaus überraschend. Dabei stand doch weitgehend das vertraute Personal auf dem Feld - wobei Estelle Marie Muller da eine interessante Ausnahme war.

Muller ist luxemburgische Nationalspielerin, im Juli gewann sie mit ihrem Heimatland auf Zypern die Europameisterschaft der kleinen Nationen, im Endspiel gegen Irland. Die 20-jährige Flügelspielerin kam zum Studium nach München und überzeugte gleich im ersten Ligaeinsatz. "Sie hat die Dynamik im Team noch verbessert", sagte die Trainerin Megan Woods. "Sie ist im ersten Spiel von der Bank gekommen", ergänzte Co-Trainerin Petra Fackler. "Muller ist eine Allrounderin und sicherlich eine Verstärkung für uns."

Nach sechs Monaten Pause ist Leonie Kambach zurück und zeigt ihre Stärke unter den Körben

Verstärkungen kann das Münchner Team gebrauchen, spätestens seit im Sommer in Jella Molz eine langjährige Stütze überraschend ihren Rücktritt erklärte. Ihr fehle es neben dem Studium an Zeit, hatte die 24-jährige Aufbauspielerin festgestellt. Wegen einer Knieverletzung muss auch Olivia Borsutzki noch einige Wochen pausieren. Da kam gegen Ludwigsburg das Comeback von Leonie Kambach, 23, gerade recht. Die Centerin war sechs Monate verletzt gewesen, wirkte also ebenfalls fast wie ein Zugang, und stellte mit 13 Punkten und acht Rebounds ihre Stärke unter dem Korb unter Beweis. Gespannt ist das Trainerinnengespann Woods und Fackler auch auf das baldige Mitwirken von Kim Siebert, 20, dem zweitligaerfahrenen Zugang aus Bamberg. Siebert, die mal U16-Nationalspielerin war, laboriert noch an einer Sprunggelenksverletzung. Aus Rosenheim ist Melanie Aigner, eine aktuelle U16-Nationalspielerin, zum neuen Kader gestoßen, und aus dem Jahn-Nachwuchs Paulina Geyrhalter, ebenfalls 16.

Zum Auftakt trugen dennoch die bewährten Akteurinnen das Jahn-Spiel. Theresa Spatzier als dominante Korbjägerin kam trotz früher Foulprobleme auf 26 Punkte. Die 20-jährige Lehramtsstudentin, die 2020 aus Heidelberg kam, fühlt sich wohl in München und schätzt den "frischen Wind", den die neue Trainerin Woods bringt: "Ich bin super glücklich, dass sie da ist, alles wirkt bei ihr sehr organisiert." Besonders habe die Kanadierin mehr Wettkampf im Training eingeführt. Auch die groß gewachsene Paula Graichen und Aufbauspielerin Talena Fackler, beide 18, zeigen erstaunliche Frühform, Graichen mit zwölf Punkten und 13 Rebounds, Fackler mit elf Zählern und guter Übersicht - sie hat die Spielmacher-Position von Molz übernommen.

Gegen Ludwigsburg ließen die Münchnerinnen noch viele Korbleger liegen und verloren manchmal die Konzentration. "Doch als es eng wurde, sind wir nicht in Panik geraten", lobte Woods. Weiter geht's für die Turnerschaft am Samstagabend bei Rhein-Main-Basket im südhessischen Langen - wo man Jahn München übrigens für eines der Favoritenteams der Südgruppe hält.

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