Klara Bühl hatte im Prinzip sogar schon angekündigt, was am Samstagabend bei diesem Fußballspiel passieren würde, für das sich nun in der Nachbetrachtung von „dramatisch“ über „spektakulär“ bis „historisch“ jeder den Superlativ seiner Wahl suchen kann – alle sind zutreffend. Ein paar Tage vor dem abschließenden Viertelfinale dieser Europameisterschaft saß sie auf der Pressekonferenz und referierte, was ihrer Meinung nach für einen Erfolg gegen Frankreich nötig sein würde: eklig sein in den Zweikämpfen, die Gegnerinnen bloß nicht in den Rhythmus kommen lassen. „Ich glaube, dass man da unglaublich viel über Emotionen machen kann“, sagte Bühl, „wir müssen das Spiel einfach mit Leben füllen, man muss von außen sehen, dass wir das wollen!“
MeinungDFB-Frauen bei der Fußball-EMDiese Elf zeigt, was mit purer Entschlossenheit alles möglich ist
Kommentar von Anna Dreher, Basel
Lesezeit: 2 Min.

Zweikämpfe führen, Emotionen nutzen, füreinander rennen und kämpfen: Das EM-Viertelfinale der deutschen Fußballerinnen unterstreicht den Wert der klassischen Tugenden, die gerade in einem Turnier wichtiger sein können als das reine Talent.

Deutschland gegen Frankreich:Ein Spiel fürs Fußballmuseum
Eine rote Karte nach einer grotesken Aktion, eine deutsche Elf mit enormer Moral – dieses EM-Viertelfinale gegen Frankreich hatte alle Zutaten eines Klassikers. Und im Zentrum steht eine Torhüterin, die gar nicht im Zentrum stehen will.
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