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Frankreich:Pariser Transfers

Der portugiesische Europameister Raphael Guerreiro soll vor einem Wechsel von Borussia Dortmund zu Paris St. Germain stehen. Laut Bild-Zeitung will der frühere BVB-Trainer Thomas Tuchel den 25 Jahre alten linken Außenverteidiger zum französischen Meister holen. Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc entgegnete jedoch am Mittwoch, es habe "noch keinerlei Gespräche gegeben". Guerreiro war 2016 vom französischen Klub FC Lorient zum BVB gewechselt, unter Trainer Lucien Favre hatte er zuletzt aber keinen Stammplatz mehr.

Bei PSG würde der Transfer eine rege Fluktuation im Kader fortsetzen. Verpflichtet wurde unter anderem der spanische Offensivspieler Pablo Sarabia, 27, vom FC Sevilla (18 Millionen Euro Ablöse). Vor allem aber hat Paris in dieser Sommer-Transferperiode bereits etliche Spieler abgegeben: Torwart-Oldie Gianluigi Buffon wechselt zu Juventus Turin (siehe "Pölen mit Ronaldo"), ebenso wie Mittelfeldspieler Adrien Rabiot, der bereits vorigen Winter auf Geheiß der Klubbesitzer aus Katar aus dem PSG-Kader ausgemustert wurde. Den Pariser Flügelstürmer Moussa Diaby, 19, hat Bayer Leverkusen für 15 Millionen Euro erworben. Und noch ein PSG-Angriffstalent, Christopher Nkunku, steht für eine Ablöse in ähnlicher Größenordnung vor einem Wechsel in die Bundesliga - bei dem 21-Jährigen könnte RB Leipzig den Zuschlag erhalten.

Zusammen mit den Verkäufen von Grzegorz Krychowiak (zu Lok Moskau), Giovani Lo Celso (Betis Sevilla) und Timothy Weah (OSC Lille) ergäben sich für Paris damit aktuelle Transfererlöse von gut 70 Millionen Euro - ungefähr jene Summe, die PSG dieser Tage dem Vernehmen nach bei der Uefa nachweisen musste, um nicht wegen eines zu hohen Transferdefizits für Verstöße gegen die Regeln des Financial-Fairplay-Programms bestraft zu werden.

Auch der brasilianische Routinier Dani Alves wird PSG verlassen. Zudem gibt es schon seit längerem Gerüchte über einen möglichen Verkauf der beiden Weltklasse-Stürmer Neymar (zurück zum FC Barcelona?) und Edinson Cavani.