Eintracht Frankfurt in der Europa League Baku ist möglich

Aus dem Hintergrund schließt Pedro (im gelben Jersey) ab: Chelseas Spieler erzielt kurz vor der Pause das aus Frankfurter Sicht ernüchternde 1:1 gegen die Eintracht.

(Foto: Action Images via Reuters)
  • Frankfurt kann weiter an den Traum vom Finale der Europa League glauben: Gegen Chelsea gelingt ein 1:1 im Hinspiel des Halbfinals.
  • Luka Jovic erzielt das 1:0 - dann werden die Engländer immer stärker.
Von Johannes Aumüller, Frankfurt

Richtig laut wurden die Fans von Eintracht Frankfurt, voller Inbrunst sangen sie, und so war es einer dieser Momente, in denen es einem Spieler auf dem Platz schwer fällt, das Wort des Nebenmannes zu vernehmen. Und das war wirklich blöd in diesem Moment, schließlich musste es doch noch weitergehen mit dem Warmmachen fürs Hinspiel des Europa-League-Halbfinales gegen den FC Chelsea.

Die verblüffende Frankfurter Tour durch die Europa-Saison 2018/19 ist auch eine, in der das Publikum ein gewichtiger Faktor ist, und so haben die Fans in Frankfurt auch diesen Abend wieder in ein außerordentliches Fest verwandelt. Und auch aus sportlicher Sicht hatten sie Grund zur Freude: 1:1 (1:1) endete das Spiel der SGE gegen den Tabellenvierten der Premier League, und somit dürfen die Frankfurter vor dem Rückspiel am nächsten Donnerstag weiter vom Erreichen des Europa-League-Finals in Baku (29. Mai) träumen.

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Frankfurts Trainer Adi Hütter hatte eine durchaus bemerkenswerte Aufstellung gewählt. Er entschied sich zwar dafür, den Ausfall seiner Angreifer Sebastien Haller (verletzt) und Ante Rebic (gesperrt) nicht mit dem Einsatz eines anderen Stürmers zu kompensieren, sondern mit einem Verteidiger. Doch in der Umsetzung bedeutete das nicht, dass sich die Frankfurter aufs Mauern verlegten. Sondern es entstand eine mutige Spielanlage.

Chelsea gehörten zwar die Auftakt-Minuten, aber als der erste Schwung der Gäste abgewehrt war, übernahmen die Frankfurter das Spielgeschehen. Immer wieder eroberten sie gut den Ball, und das eine oder andere Mal kamen sie in jene Zonen, in denen das Raunen des Publikums zunimmt, weil es die Entstehung einer Chance erwarten darf. Und so war es nicht unverdient, was in der 23. Minute passierte und das Stadion in einen Rausch versetzte: Von links flankte der offensiver als sonst eingesetzte Filip Kostic, und Luka Jovic versenkte den Ball sehenswert per Kopf ins Netz.