Fortuna Düsseldorf, Strafe: Fortuna Düsseldorf hat den Elfmeterpunkt-Dieb aus dem Relegationsspiel gegen Hertha BSC mit einem Stadionverbot und einer Geldstrafe belegt. Dies teilte der Klub am Dienstag mit. Der Verein einigte sich mit dem Zuschauer, der nach der Partie den Elfmeterpunkt aus dem Rasen gegraben hatte, außergerichtlich. Über die Höhe der Strafe wurde Stillschweigen vereinbart. Das Geld soll einer sozialen Einrichtung zukommen, die sich für Kinder mit Rückenmarkverletzungen engagiert. Damit ist der Klub seiner Linie treugeblieben, Zuschauer in Regress zu nehmen, die gegen die Stadionordnung verstoßen. "Es ist nicht normal, Tornetze zu zerschneiden, Tore zu zerstören, Rasen heraus zu buddeln oder Eckfahnen zu stehlen. Jedem sollte jetzt bewusst sein, dass ein identifizierter Einzeltäter für den gesamten Schaden haftbar gemacht werden kann", sagte Fortunas Finanz-Vorstand Paul Jäger. Im vorliegenden Fall sollte der Zuschauer nicht in den Ruin getrieben werden. "Aber eine angemessene Strafe musste hier in jedem Fall erfolgen. Mit der nun erzielten Einigung können beide Seiten leben", meinte Jäger.
Handball, EM der Frauen: Die deutschen Handball-Frauen haben bei der EM in Serbien für eine Überraschung gesorgt. Im zweiten Spiel der Hauptrunde besiegte die Auswahl des Deutschen Handballbundes in Novi Sad den Olympia-Zweiten Montenegro mit 27:20 (14:9) - und wahrte damit die Chance auf einen Einzug ins Halbfinale. Bei der bislang besten Turnierleistung der deutschen Mannschaft glänzten vor allem Torhüterin Clara Woltering und Laura Steinbach als siebenfache Torschützin. Durch die erste EM-Niederlage verpasste Montenegro den vorzeitigen Einzug ins Halbfinale. Im abschließenden Gruppenspiel trifft das Team von Bundestrainer Heine Jensen an diesem Donnerstag auf Rumänien.
Eishockey, DEL: Die Nürnberg Ice Tigers haben in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) ihrem neuen Coach Bengt-Åke Gustafsson zum Debüt einen Sieg beschert. Die Franken gewannen am Dienstagabend gegen die Straubing Tigers mit 4:1 und verbesserten sich mit 37 Punkten um einen Platz auf Rang zehn. Yan Stastny und Marco Nowak brachten die Hausherren vor 3353 Zuschauern nach den ersten beiden Dritteln mit 2:0 in Führung. Im Schlussabschnitt verkürzte René Röthke für die Gäste aus Straubing auf 1:2. Eric Chouinard und Daniel Weiß sorgten anschließend für die Entscheidung. Die Nürnberger hatten am Sonntag Coach Jeff Tomlinson wegen Erfolglosigkeit entlassen. Es war der erste Trainerrauswurf in der laufenden DEL-Saison.
Handball, DHB-Pokal: Handball-Bundesligist GWD Minden hat durch einen Zittersieg gegen den Nachbarn TuS N-Lübbecke das Viertelfinale des DHB-Pokals erreicht. Fünf Sekunden vor Schluss erzielte der Schwede Dalibor Doder den entscheidenden Treffer zum 27:26 (11:12)-Endstand. Vier Minuten zuvor hatten die Gastgeber im Ostwestfalen-Derby noch mit 24:25 zurückgelegen. 4000 Zuschauer in der ausverkauften Kampa-Halle sahen von Beginn an eine spannende Begegnung. Zwar gingen die Gäste schnell mit 3:0 in Führung, Minden ließ sich jedoch nicht abschütteln und ging beim 15:14 erstmals in Führung. Nach der Pause setzte sich keine Mannschaft mit mehr als zwei Toren ab, so dass die Entscheidung in der spannenden Schlussphase fiel. Überragender Akteur war Mindens Aleksandar Svitlica mit zehn Toren.
Niederlande, Gewalt im Amateurfußball: Im Fall des gewaltsamen Todes des Linienrichters Richard Nieuwenhuizen nach einem Jugend-Fußballspiel hat die niederländische Polizei am Dienstagmorgen drei weitere Teenager und einen Erwachsenen verhaftet. Zwei 16-Jährige, ein 17-Jähriger und ein 50 Jahre alter Mann kamen wie bereits zuvor vier Personen in Untersuchungshaft. 20 Ermittler sind mit dem Fall beschäftigt, weitere Verhaftungen laut Polizei nicht auszuschließen. Am 2. Dezember war der 41-Jährige Amateur-Linienrichter in Almere zu Tode geprügelt worden. Am Sonntag hatten 12.000 Niederländer des Familienvaters bei einem Schweigemarsch gedacht.
FC Bayern, Javi Martínez: Es sah im ersten Moment schlimm aus, kurze Zeit später konnte der FC Bayern München aber Entwarnung geben: Javi Martínez von Bayern München hat sich bei einem Trainingsunfall am Dienstag nur eine Kapselzerrung im linken Sprunggelenk zugezogen. Bereits am Donnerstag soll der 40 Millionen Euro teure Mittelfeldspieler wieder mit der Mannschaft trainieren. Martínez steht Trainer Jupp Heynckes somit auch am Freitag (20.30 Uhr) in der Liga gegen Borussia Mönchengladbach sowie am kommenden Dienstag im DFB-Pokal-Achtelfinale beim FC Augsburg zur Verfügung. Martínez war nach einem unglücklichen Zweikampf mit Jérôme Boateng mit schmerzverzerrtem Gesicht und gestützt auf zwei Helfer in die Kabine gebracht worden. Boateng hatte auf dem glitschigen Trainingsplatz bei dichtem Schneetreiben den Stand verloren und war in Martínez hineingerutscht. Nach einer Untersuchung bei Mannschaftsarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt konnten die Bayern aber aufatmen. "Ich bin da zu spät gekommen und treffe ihn ein bisschen am Knöchel. Das ist bei den kalten Temperaturen sicher schmerzvoll. Aber so was kommt im Training halt mal vor", sagte Boateng kurz nach dem Vorfall der Münchner Abendzeitung.
Fußball, Konstantinos Katsouranis: Der 100-malige griechische Fußball-Nationalspieler Konstantinos Katsouranis setzt seine Karriere bei PAOK Saloniki fort. Wie der Tabellenzweite der griechischen Super League mitteilte, unterschrieb der 33 Jahre alte Mittelfeldspieler bei PAOK einen Vertrag bis 2014. Erst im Oktober hatte sich Panathinaikos Athen nach schwachem Saisonstart von Katsouranis getrennt. Katsouranis hatte 2004 bei der EM in Portugal mit Griechenland überraschend den Titel gewonnen.
Tennis, Auszeichnung: Novak Djokovic und Serena Williams sind vom Tennis-Weltverband ITF zu den Profis des Jahres 2012 gekürt worden. Der serbische Australian-Open-Sieger Djokovic (25) gewann den Titel damit zum zweiten Mal in Folge. Die amerikanische Olympiasiegerin Serena Williams (31), die in diesem Jahr unter anderem Wimbledon und die US Open gewonnen hat, bekommt die Auszeichnung zum insgesamt dritten Mal. Die Trophäen werden am Rande der French Open in Paris im Juni 2013 verliehen.
Tennis, Comeback: Der spanische Tennis-Star Rafael Nadal wird Ende des Jahres bei einem Show-Turnier in Abu Dhabi (ab 27. Dezember) sein Comeback nach einem halben Jahr geben. Das verkündete der French-Open-Sieger über die sozialen Netzwerke Facebook und Twitter. "Ich kann es kaum noch erwarten, Ende des Monats in Abu Dhabi endlich wieder auf den Court zurückzukehren", schrieb der 26-Jährige. Der elfmalige Grand-Slam-Sieger befindet sich nach seiner hartnäckigen Knieverletzung seit Ende November wieder im Training. Sein letztes Spiel hatte er am 28. Juni beim überraschenden Zweitrundenaus in Wimbledon gegen den Tschechen Lukas Rosol bestritten und danach die Olympischen Spielen, die US Open, das ATP-Finalturnier und das Davis-Cup-Endspiel verpasst.
Fußball, Manchester City: Fußball-Profi Gareth Barry vom englischen Meister Manchester City droht wegen seines Verhaltens nach der 2:3-Niederlage im Stadt-Duell mit Manchester United eine Strafe durch den englischen Verband FA. Dem englischen Nationalspieler werden laut einer der FA-Mitteilung "beleidigende und/oder abwertende Worte gegenüber eines Spieloffiziellen" zur Last gelegt. Bis Donnerstag hat der 31 Jahre alte Mittelfeldspieler Zeit, Einspruch einzulegen. Sollte Barry den Vorwurf akzeptieren, wird er voraussichtlich für ein Spiel gesperrt. Im brisanten Derby am Sonntag im Etihad Stadion schoss Robin van Persie United in der Nachspielzeit zum Sieg.
Robert Lewandowski, Transfer: In die Liste der angeblichen Interessenten an Torjäger Robert Lewandowski vom deutschen Fußball-Meister Borussia Dortmund reiht sich nun auch Inter Mailand ein. Der Tabellenzweite der italienischen Serie A sei der Sportzeitung Corriere dello Sport zufolge bereit, zwischen 25 und 30 Millionen Euro zu zahlen, um sich die Dienste eines Stürmers zu sichern. Lewandowski sei die erste Wahl der Mailänder. In Italien steht Inter in Konkurrenz mit Rekordmeister Juventus Turin, der nach Informationen von Corriere dello Sport bereits Kontakt mit dem 24 Jahre alten polnischen Nationalspieler aufgenommen haben soll. Lewandowski erzielte in den bisherigen 16 Ligaspielen der Saison neun Tore und war in der letzten Spielzeit mit 22 Treffern wesentlich an der erfolgreichen Titelverteidigung der Borussen beteiligt. Sein Vertrag in Dortmund läuft bis 2014, ein Angebot des BVB für eine Verlängerung liegt Lewandowski vor. Zudem hatte Klub-Boss Hans-Joachim Watzke zuletzt mehrfach erklärt, dass der Klub den Spieler aus wirtschaftlichen Gründen nicht verkaufen müsse.
Fußball, Hamburger SV: Fußball-Bundesligist Hamburger SV kämpft um den Verbleib von Seeler-Enkel Levin Öztunali. Der FC Bayern soll Interesse an dem 16 Jahre alten Mittelfeldspieler haben, dessen Vertrag an der Elbe zum Ende der Saison ausläuft. Wegen der in den vergangenen Jahren mangelhaften Nachwuchsausbildung beim HSV hat Öztunali öfter überlegt, den Verein zu wechseln. Andere Bundesligisten haben den talentierten A-Jugendlichen schon länger im Blick. Auch wegen der Verbundenheit zum Verein - Uwe Seeler spielte ein Leben lang für den HSV - blieb das Talent in Hamburg. Zudem soll Verteidiger Jonathan Tah, Kapitän der deutschen U-17-Nationalmannschaft, Offerten von Manchester United und Arsenal London vorliegen haben. "Das Interesse ist uns bekannt. Wir nehmen es ernst, arbeiten aber daran, die Jungs in Hamburg zu halten. Wir trauen ihnen zu, den Sprung in den Profikader zu schaffen - und das recht zügig", sagte HSV-Nachwuchsleiter Bastian Reinhardt der "Hamburger Morgenpost". In den Gesprächen mache man ihnen deutlich, dass sie eine große Perspektive beim HSV haben. Die Gespräche über Vertragsverlängerungen laufen. "Ich hoffe, dass wir bald zu einem positiven Abschluss kommen", erklärte Reinhardt.
Fußball, VfB Stuttgart: Fußball-Bundesligist VfB Stuttgart muss drei Spiele auf Gotoku Sakai verzichten. Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) sprach die Sperre gegen den Japaner nach seiner Roten Karte wegen rohen Spiels gegen den Gegner in der Begegnung gegen Schalke 04 (3:1) aus. Gegen das Urteil kann binnen 24 Stunden eine mündliche Verhandlung vor dem DFB-Sportgericht beantragt werden.
Ski Alpin, Weltcup: Die Wettervorhersagen haben auch das Rennprogramm der Damen beim alpinen Ski-Weltcup in Val d'Isère durcheinandergewirbelt. Die für diesen Samstag geplante Abfahrt wurde auf Freitag verschoben. Das teilten die Organisatoren am Dienstag mit. Für den Auftakt des Wochenendes in den französischen Alpen sind die Prognosen besser. Der Super-G soll deshalb nun erst am Samstag stattfinden. Bereits bei den Herren war es am vergangenen Wochenende zu Änderungen gekommen.
Eishockey, DEL: NHL-Profi Jochen Hecht hat am Dienstag bei den Adlern Mannheim einen Vertrag bis 2014 unterschrieben. Wie der Club aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL) mitteilte, hat er aber eine Ausstiegsklausel, sollte ein Angebot aus der nordamerikanischen Profiliga NHL kommen. Hecht reiste den Angaben zufolge nach seiner Ankunft am Flughafen Frankfurt gleich nach Mannheim weiter. Der 35-Jährige soll noch an diesem Mittwoch mit der Mannschaft trainieren. Der gebürtige Mannheimer soll am Sonntag (17.30 Uhr) gegen den ERC Ingolstadt sein Debüt für den DEL-Zweiten geben. Er bekommt das Trikot mit der Nummer 55. In der NHL wurden wegen eines Streits um die Verteilung der Einnahmen alle Spiele bis Silvester abgesagt. Eine Reihe von Stars hält sich deshalb in anderen Ligen fit. In Mannheim spielen bereits Marcel Goc, Dennis Seidenberg und Jason Pominville. Hecht hatte schon von 1994 bis 1998 für die Adler gespielt und in dieser Zeit zwei Meisterschaften gewonnen. Beim letzten NHL-Lockout 2004/2005 trug er ebenfalls das Mannheimer Trikot. Hecht hat nach einer Gehirnerschütterung seit Januar kein Pflichtspiel mehr bestritten. Zuletzt stand er in Buffalo unter Vertrag.
Motorsport, Großer Preis von Deutschland: Der deutsche Motorrad-Grand-Prix auf dem Sachsenring findet 2013 erst am 14. Juli und damit eine Woche später als geplant statt. Das gab der MotoGP-Betreiber Dorna Sports am Dienstag bekannt. Mit der Verschiebung geht man dem Großen Preis von Deutschland in der Formel 1 aus dem Weg. Das Rennen findet am 7. Juli in Hockenheim oder am insolventen Nürburgring statt. Zunächst war als Termin der 14. Juli vorgesehen. Derweil bestätigte Dorna Sports eine Vertragsverlängerung mit dem Großen Preis von Spanien in Jerez bis 2015. Zuletzt hatte es Zweifel an einer Zukunft des Traditionsrennens gegeben.