Sieben Kurven der Formel 1"Ich werde mein Team immer verteidigen"

Sebastian Vettel reagiert nach der verpatzten Taktik in Singapur trotzig. Lewis Hamilton reist jetzt erst mal um die Welt. Höhepunkte des Formel-1-Wochenendes.

Lewis Hamilton

Die siebte Pole-Position und der siebte Sieg der Saison reichen noch lange nicht, um den Titelverteidiger zufrieden zu stellen. Nach dem vierten Sieg in den letzten fünf Rennen funkte er an den Kommandostand: "Druck machen! Weiter Druck machen!" Hamilton spürte, dass er dem Traum vom fünften Titel ein deutliches Stück näher gekommen war. "Du bist ein Serientäter", begrüßte ihn der Moderator auf dem Podium, aber Hamilton ging erstmal in die Knie, konterte mit Begriffen wie "Glauben, Vertrauen, Segen". Ein gläubiger Rennfahrer ist Hamilton, und einer, der an sich selbst glaubt. Dass er in einer Woche kreuz und quer um die Welt fliegt, Modeschauen in New York und Shanghai veranstaltet, und dass es gleich nach dem Ausbau der WM-Führung auf 40 Zähler weiter nach Thailand geht - das gebe ihm Energie, statt sie ihm zu rauben. Es ist dieser besondere Hamilton-Faktor, der für die Gegner nicht reproduzierbar scheint. Er reißt damit die ganze Mannschaft mit, seinen Rennwagen und am Ende auch sich. Ein Selbstbeschleuniger.

Bild: Getty Images 17. September 2018, 10:492018-09-17 10:49:13 © SZ.de/lwo/chge/rus