Sieben Kurven der Formel 1"Es wird wieder einen Schumacher in der F1 geben"

Lewis Hamilton glaubt an die Karriere von Mick Schumacher. Max Verstappen liefert PS-Rodeo und Kimi Räikkönen feiert seinen Sieg wie ein echter Finne: Die Geschichten des Formel-1-Wochenendes.

Kimi Räikkönen

Es gibt wenige Rennfahrer, die den geschlagenen Gegnern auch auf dem Podium wenig gönnen. Aber der Finne im Ferrari nimmt lieber erst selbst ein paar kräftige Schlucke Champagner aus der Magnumflasche, bevor er damit nach alter Sitte herumspritzt. Nach 113 Rennen (oder 2044 Tagen) ohne Sieg kann man das dem seit dieser Woche 39 Jahre alten Formel-1-Senior durchaus zugestehen. Vielleicht hat er auch einfach mit sich selbst angestoßen, schließlich ist es auf den Tag genau elf Jahre her, dass er Weltmeister wurde - es war der letzte Titel, den Ferrari feiern konnte. Fachmännisch stellt er in Austin fest: "Der Champagner schmeckt auch nicht anders als beim letzten Mal." Auch die weiteren Aussagen sind unverändert Kimi-Sprech. Was dieser Sieg für ihn bedeute? "Nun, ich bin glücklicher, als wenn ich Zweiter geworden wäre." Jetzt, da er Kinder habe, müsse das doch auch etwas Besonderes für die ganze Familie sein? "Nun, ich glaube, die sind mehr an der Siegerkappe interessiert als am Sieg." Räikkönen ist in der WM-Gesamtwertung nun wieder Dritter, vorbei an Landsmann und Mercedes-Beifahrer Valtteri Bottas. Ein bisschen ist sein 21. Grand-Prix-Sieg auch ein Erfolg für Ferrari-Teamchef Maurizio Arrivabene, der den zu Sauber wechselnden Räikkönen behalten wollte.

Bild: AP 22. Oktober 2018, 09:512018-10-22 09:51:33 © Sz.de/schm/leja