bedeckt München 24°

Formel 2:Mick Schumacher holt seinen ersten Saisonsieg

Formula 2 Championship - Round 8:Monza - Practice & Qualifying

Mick Schumacher in Monza.

(Foto: Getty Images)

Der 21-Jährige gewinnt in Monza. Lewis Hamilton holt sich in der Formel 1 die Pole - Vettel landet erneut weit hinten. Triathletin Laura Lindemann gewinnt bei der WM in Hamburg Bronze.

Meldungen im Überblick

Formel 2: Mick Schumacher hat in der Formel 2 seinen ersten Saisonsieg gefeiert und ist mittendrin im Titelkampf. Im Hauptrennen von Monza triumphierte der 21 Jahre alte Prema-Fahrer am Samstag nicht zuletzt dank eines perfekten Starts. Es ist Schumachers zweiter Sieg im Unterbau der Formel 1 nach dem Erfolg im Sprintrennen von Budapest 2019. Mit tränenerstickter Stimme suchte Schumacher am Boxenfunk nach Worten - es misslang, nur ein "Grazie" brachte er gerade so heraus. Auch Minuten später im Parc ferme war Schumacher immer noch überwältigt. "Es fühlt sich großartig an", sagte der Prema-Fahrer: "Ich bin sehr glücklich, hier zu stehen. Ich will das erstmal genießen."

In der Meisterschaft verbesserte sich der Sohn von Formel-1-Rekordweltmeister und Ferrari-Legende Michael Schumacher durch seinen siebten Podestplatz der Saison mit 131 Punkten auf Rang drei. Sein russischer Teamkollege Robert Schwarzman und der Brite Callum Ilott (Uni-Virtuosi Racing) sind nur noch drei Zähler voraus.

Formel 1, Monza: Mercedes-Pilot Lewis Hamilton hat sich auch die Pole Position für das Formel-1-Heimspiel von Ferrari in Monza geholt. Der britische WM-Spitzenreiter verwies am Samstag mit dem Streckenrekord von 1:18,887 Minuten seinen Teamkollegen Valtteri Bottas auf den zweiten Platz. Für Hamilton war es bereits die sechste Pole dieser Saison und die 94. seiner Karriere. Dritter im Autodromo Nazionale di Monza wurde der überraschend starke Carlos Sainz im McLaren. Sebastian Vettel war in der Qualifikation nur 17. geworden, sein Ferrari-Stallrivale Charles Leclerc auch nur 13.

Triathlon: Triathletin Laura Lindemann hat bei der Sprint-WM in Hamburg Platz drei belegt. Die viermalige deutsche Meisterin aus Potsdam musste sich nach 750 Metern Schwimmen, 18,9 km Radfahren und fünf Kilometern Laufen nur der Britin Georgia Taylor-Brown und Flora Duffy (Bermuda) geschlagen geben.

"Ich bin echt froh, dass eine Medaille rausgekommen ist. Das Rennen war echt hart", sagte Lindemann in der ARD. Die 24-Jährige hatte beim Wechsel vom Rad auf die Laufstrecke Probleme beim Anziehen des linken Schuhs und ging lediglich als Elfte auf die Strecke. "Ich war richtig sauer in dem Moment, meine Hände waren so kalt und meine Füße auch, da habe ich noch ein paar Sekunden verloren", so Lindemann, die am Sonntag noch in der Mixed-Team-WM (13.30/ZDF) antritt. Mit einer couragierten Leistung arbeitete sich die 24-Jährige auf den fünf Kilometern dann Stück für Stück nach vorn, konnte die bereits früh enteilten Taylor-Brown und Duffy aber nicht mehr einholen.

Bei den Männern hatte zuvor der Franzose Vincent Luis erneut den Titel gewonnen. Der 31-Jährige setzte sich auf der Sprint-Distanz in 49:13 Minuten vor dem Portugiesen Vasco Vilaca und Leo Bergere (Frankreich) durch. Bester Deutscher war Lasse Lührs (49:51/Potsdam) auf dem zwölften Rang. Aufgrund der Coronapandemie finden die Wettkämpfe ohne Zuschauer statt, die Weltmeister werden in einem einzigen Durchgang gekürt.

Leichtathletik, Weltrekorde: Der viermalige Olympiasieger Mo Farah (Großbritannien) und die niederländische Leichtathletin Sifan Hassan haben beim Diamond League Meeting am Freitag in Brüssel jeweils den Weltrekord im Stundenlauf gebrochen. Der 37 Jahre alte Farah lief in 60 Minuten 21,330 Kilometer. Hassan, amtierende Weltmeisterin über 1500 und 1 .000 Meter, kam zuvor auf 18,930 Kilometer.

Der sechsfache Welt- und fünfmalige Europameister Farah übertraf den 2007 vom Äthiopier Haile Gebrselassie aufgestellten Rekord um gerade mal 45 Meter (21,285). "Ich bin sehr glücklich, dass ich den Weltrekord heute gebrochen habe", sagte Farah: "Ich bin müde, es war harte Arbeit. Wir waren uns nicht sicher, was wir da taten, wir haben uns einfach gegenseitig geholfen und sind durchgekommen."

Hassan übertraf mit ihrer Marke die Äthiopierin Dire Tune Arissi, die ihren Rekord im Jahr 2008 (18,571) aufgestellt hatte. Hassan lief über eine Runde mehr als damals Arissi. "Ich bin sehr glücklich", sagte die 27-Jährige nach ihrem Sieg: "Beim Start habe ich mich nicht so gut gefühlt, aber nach etwa einer halben Stunde war jede Minute einfach. Ich hätte nie gedacht, dass ich so weit laufen kann." Hassan hält zudem die Weltrekorde über eine Meile (4:12,33 Minuten) und beim 5-Kilometer-Straßenlauf (14:44 Minuten), die sie beide 2019 jeweils in Monaco aufstellte.

Fußball, Nations League: Die niederländische Nationalmannschaft ist erfolgreich in die Nations League gestartet. Die Mannschaft von Interimstrainer Dwight Lodeweges setzte sich am Freitagabend in Amsterdam mit 1:0 (0:0) gegen Polen durch und übernahm damit die Tabellenführung in Gruppe 1 der Liga A. Der bisherige Bondscoach Ronald Koeman hat beim FC Barcelona die Nachfolge von Quique Setién angetreten. Steven Bergwijn schoss in der 61. Minute das Siegtor für den deutlich überlegenen Vorjahresfinalisten.

Gruppengegner Italien kam in Florenz indes nicht über ein 1:1 (0:0) gegen Bosnien-Herzegowina hinaus. Die Bosnier gingen durch Ex-Bundesliga-Profi Edin Dzeko (57.) in Führung, mehr als der Ausgleich durch Stefano Sensi (67.) gelang dem Team von Trainer Roberto Mancini nicht.

© SZ.de/dpa/sid/chge
HAUSDING PATRICK GER Germany Men 1m Springboard Final Kyiv Ukraine UKR 07 08 2019 Diving Len Eu

SZ Plus
SZ-Serie "Erklär deinen Sport": Patrick Hausding
:"Für Laien ist der Salto rückwärts technisch einfacher"

Der Wasserspringer und Olympia-Medaillengewinner weiß, wie man elegant durch die Luft fliegt. Er spricht über Mut, Angebersprünge - und was nach einem Bauchklatscher hilft.

Interview von Tim Brack

Lesen Sie mehr zum Thema

Zur SZ-Startseite