Formel-1-Weltmeister siegt in Malaysia:Verkorkster Tag für Alonso

Bis zur 44. Runde: Vettel kam nach dem letzten Boxenstopp nur wenige Meter hinter Webber zurück auf die Strecke. Webber hatte vom Teamchef gerade vernommen, er solle das Rennen kontrollieren, die Motorleistung nicht ganz ausschöpfen. Doch Vettel griff beherzt an. Webber parierte noch, eine Runde, zwei Runden lang. Horners Puls stieg in bedrohliche Höhen. Dann tauchte Vettel direkt neben Webber auf - beide führten kurzzeitig. Bis Vettel vorbeizog.

Glücklich war der Teamchef mit der Leistung seines Spitzenfahrers nur bedingt. "Sebastian hat die Entscheidung alleine getroffen", urteilte Horner: "Er hat sein eigenes Interesse über das des Teams gestellt." Der Weltmeister zog schnell davon. "Es ist schön, schon zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison Punkte zu holen", erklärte Vettel. In der letzten Saison war dies gewiss anders. Vielleicht eine Erklärung dafür, weshalb Vettel unbedingt gewinnen wollte.

Hinter den beiden Red Bulls behauptete Lewis Hamilton Platz drei gegen seinen Teamkollegen Nico Rosberg. "Das ist zu langsam", schimpfte Rosberg mehrfach auf der Strecke und wollte, dass Hamilton ihn vorbeilässt. Doch Hamilton wollte seinen ersten Podestplatz für Mercedes unbedingt. Noch ein brisantes, teaminternes Duell.

Einen verkorksten Renntag erlebte indes Fernando Alonso. Beim Start griff er Vettel an, berührte den Weltmeister, beschwerte sich später über Vettels Fahrweg in der Kurve. Erst fuhr Alonso mit einem hängenden Frontflügel weiter. Kurz darauf fiel der Flügel ohne Fremdeinwirkung ganz ab. Für Alonso war der Grand Prix früh vorbei.

Schlecht lief das Rennen auch für Adrian Sutil. Schon in der 29. Runde musste er seinen Force India abstellen - wegen technischer Probleme. Schon zuvor hatte das Team beim Reifenwechseln immense Probleme: Sutil stand bei seinem zweiten Stopp über eine Minute an der Box.

An anderen Tagen wäre die Rekordstandzeit dieser Saison sicher ein Aufreger gewesen. Diesmal bestimmten andere Teams die Debatten. Allen voran Red Bull um Sebastian Vettel.

Endergebnis:

1. Sebastian Vettel (Heppenheim) Red Bull 1:38:56,681 Std.

2. Mark Webber (Australien) Red Bull + 4,298 Sek.

3. Lewis Hamilton (England) Mercedes + 12,181

4. Nico Rosberg (Wiesbaden) Mercedes + 12,640

5. Felipe Massa (Brasilien) Ferrari + 25,648

6. Romain Grosjean (Frankreich) Lotus + 35,564

7. Kimi Räikkönen (Finnland) Lotus + 48,479

8. Nico Hülkenberg (Emmerich) Sauber + 53,044

9. Sergio Perez (Mexiko) McLaren Mercedes + 1:12,357.

10. Jean-Eric Vergne (Frankreich) Toro Rosso + 1:27,124.

© Süddeutsche.de/lala
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