Formel 1:Vettel kann in Australien starten

Lesezeit: 4 min

Formel-1-Pilot Sebastian Vettel

In Down Under dabei: Sebastian Vettel.

(Foto: dpa)

Der Ex-Weltmeister ist nach seiner Corona-Infektion einsatzbereit. Mavericks qualifizieren sich für K.o.-Runde der NBA, zwei Deutsche haben starke Auftritte. Rummenigge lobt PSG-Chef Al-Khelaifi.

Meldungen in der Übersicht

Formel 1, Australien: Nach seiner überstandenen Corona-Infektion wird der viermalige Weltmeister Sebastian Vettel in der kommenden Woche in Australien verspätet in die Saison starten. Wie sein Rennstall Aston Martin am Donnerstag mitteilte, sei der 34-jährige Hesse wieder fit, um Rennen zu fahren. Er werde beim Großen Preis in Melbourne am 10. April (7.00 Uhr/MESZ) gemeinsam mit dem Kanadier Lance Stroll für das englische Werksteam antreten, hieß es.

Vettel hatte wegen einer Covid-Infektion die ersten beiden Grand Prix des Jahres in Bahrain und Saudi-Arabien verpasst. Landsmann Nico Hülkenberg vertrat den Heppenheimer, der in seiner Schweizer Wahlheimat geblieben war, zwei Mal und muss das Cockpit nun erwartungsgemäß wieder räumen. Vettel musste aus seiner Quarantäne untätig beobachten, wie chancenlos Aston Martin zum Auftakt war. Stroll und Hülkenberg konnten noch keinen WM-Punkt einfahren, zwei zwölfte Plätze waren die besten Resultate eines enttäuschenden Saisonbeginns. Nur die Hinterbänkler von Williams sind derzeit ähnlich schwach.

Basketball, NBA: Die Dallas Mavericks haben den Einzug in die Playoffs perfekt gemacht. Mit dem 120:112-Sieg bei den Cleveland Cavaliers ist dem Team des deutschen Nationalspielers Maximilian Kleber, der auf sechs Punkte kam, die Teilnahme an der Meisterrunde nicht mehr zu nehmen. Aktuell belegen die Texaner Rang drei der Western Conference. Die Boston Celtics haben dagegen trotz eines überzeugenden Auftritts von Center Daniel Theis einen Rückschlag im Rennen um die aussichtsreichsten Play-off-Plätze erlitten. Der Rekordmeister unterlag mit 98:106 den Miami Heat, die an der Spitze der Eastern Conference stehen und wie die Mavs bereits qualifiziert sind.

Die Celtics, für die Theis 15 Punkte ohne Fehlversuch aus dem Feld erzielte, liegen auf Rang vier. Auf starke 28 Punkte kam Franz Wagner für Orlando Magic und sein Bruder Moritz fügte vier weitere Zähler hinzu. Dennoch setzte es für das abgeschlagene Team eine 110:127-Pleite bei den Washington Wizards. Über das große Lob von Dirk Nowitzki, der Franz Wagner als "unglaublichen Allroundspieler in seinem Alter bezeichnete", freute sich der Flügelspieler dennoch. "Er ist natürlich eine riesige Legende und eine Inspiration für mich und wahrscheinlich für viele andere deutsche Basketballer auch", sagte Franz Wagner.

Fußball, Europa: Bayerns Ex-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hat sich für den in der Kritik stehenden PSG-Chef Nasser Al-Khelaifi stark macht. Der Funktionär aus Katar solle "auf keinen Fall" seinen Posten beim Pariser Fußball-Spitzenclub räumen, sagte Rummenigge der französischen Sportzeitung "L'Equipe". "Wo war PSG vor Nasser?", so Rummenigge weiter. Man habe lange suchen müssen, bevor der Club auf der europäischen Karte zu finden war. Nach dem Champions-League-Aus von PSG gegen Real Madrid war der Clubchef in die Kritik gerückt, auch wegen der Vorfälle nach dem Spiel. Al-Khelaifi und der brasilianische PSG-Sportdirektor Leonardo sollen versucht haben, in die Kabine der Unparteiischen zu gelangen.

Über den genauen Hergang gibt es widersprüchliche und bislang nicht bestätigte Informationen. Die UEFA leitete ein Disziplinarverfahren gegen den Verein und seine zwei Spitzenfunktionäre ein. "Ich war an Nassers Stelle und es bringt nichts, seine Nerven zu verlieren. Nasser ist einer, der rational ist und sich beherrscht. Er ist immer freundlich, aufmerksam, aber der Fußball, das sind viele Emotionen", sagte Rummenigge: "Das nächste Mal, wenn ich ihn sehe, rate ich ihm ab, zur Schiedsrichterkabine zu gehen." Generell empfahl der frühere Vize-Weltmeister dem PSG-Chef "geduldig" zu sein. Der Club habe ein außergewöhnliches Team, aber keine Geduld. "PSG muss verstehen, dass es unmöglich ist, die Champions League von einem auf den nächsten Tag zu gewinnen."

Fußball, WM: Nach Kanada um Bundesliga-Profi Alphonso Davies von Bayern München haben sich auch die USA und Mexiko ihr Ticket für die Fußball-Weltmeisterschaft in Katar (21. November bis 18. Dezember) gesichert. Die USA verloren in San Jose zwar mit 0:2 gegen Costa Rica, belegten trotz der Niederlage aber den dritten Platz in der CONCACAF-Gruppe. Mexiko sicherte sich in Mexiko-Stadt mit einem 2:0 gegen El Salvador den zweiten Platz. Costa Rica geht ins Play-off gegen Neuseeland, das zuvor in der Ozeanien-Qualifikation die Salomonen ausgeschaltet hatte. "Es ist schon ein komisches Gefühl, weil ich es hasse, zu verlieren. Aber ich bin wirklich stolz und kann es kaum erwarten, zur Weltmeisterschaft zu fahren", sagte US-Kapitän Christian Pulisic. 2018 hatte die USA die WM-Qualifikation sensationell gegen Trinidad und Tobago verpasst, Mexiko schaffte es seit 1994 zu jedem Turnier.

Bundesliga, Zuschauer: Die Fan-Vertreterin Helen Breit erwartet nach dem Wegfall der Zuschauerbegrenzungen in der Fußball-Bundesliga eine "Rückkehr-Euphorie zumindest bis zum Saisonende. Ich glaube, das hat ganz viel mit der gesamtgesellschaftlichen Situation zu tun", sagte die Vorsitzende der Fan-Organisation "Unsere Kurve" der Deutschen Presse-Agentur. "Es wird gerade warm, die Leute wollen rausgehen. Jeder Mensch ist die Pandemie ein bisschen leid. Da bietet der Fußball wie auch der kulturelle Bereich die Möglichkeit, wieder eine Normalität wie früher zu erleben. Ob sich das im Fußball dann langfristig so hält, das ist die Frage."

Seit dem 20. März dürfen alle Clubs ihre Stadien trotz hoher Inzidenzzahlen wieder voll auslasten. Für das Bundesliga-Topspiel zwischen Borussia Dortmund und RB Leipzig am Samstag sind bereits alle 81 365 Eintrittskarten verkauft worden. Traditionsclubs wie der VfB Stuttgart oder FC Schalke 04 spielten schon vor der Länderspielpause in der ersten und zweiten Liga wieder vor mehr als 55 000 Zuschauern. Seit dem Beginn der Corona-Pandemie ist viel über eine Entfremdung der Fans vom Profifußball diskutiert worden. Breit selbst saß 2020 und 2021 als Vertreterin der AG Fankulturen in der "Taskforce Zukunft Profifußball" der Deutschen Fußball Liga. "Auf die Frage, welche Früchte diese Arbeit getragen hat, muss man sagen: Es ist natürlich enttäuschend. Es wurde sehr viel angekündigt. Ich glaube, kein Mensch kann mehr das Wort Demut hören", sagte die 34-Jährige. Die Rückkehr vieler Fans bedeutet ihrer Meinung nach nicht, dass der kritische Blick auf den Profifußball verloren gegangen sei. "In der Öffentlichkeit habe ich den Druck auf den bezahlten Fußball, sich anders zu verhalten und positionieren, noch nie so hoch erlebt wie in dieser Zeit", sagte sie. "Wenn das längerfristig bleibt, wäre das auch ein großer Erfolg: Dass sich eine kritische Perspektive auf diese Branche etabliert hat."

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