Formel 1:Vettel im Training am schnellsten

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In den ersten beiden Durchläufen in den USA ist Sebastian Vettel trotz Kühlungsproblemen am Auto der Schnellste. Tschechien gleicht im Davis Cup gegen Spanien aus, die Hamburg Freezers gewinnen zum sechsten Mal in Folge, Badminton-Spielerin Juliane Schenk bezwingt die Weltranglistenerste.

in Kürze

Sebastian Vettel

Sebastian Vettel überwindet auch technische Probleme und ist in den ersten beiden Trainings in den USA am schnellsten.

(Foto: AP)

Formel 1, Freies Training: WM-Spitzenreiter Sebastian Vettel ist auch im zweiten Formel-1-Training von Austin die schnellste Runde gefahren. Der Red-Bull-Pilot ließ sich am Freitag in Texas auch von einem Kühlungsproblem an seinem Auto nicht stoppen und lag am Ende 0,757 Sekunden vor Teamkollege Mark Webber. Vettels Titelrivale Fernando Alonso wurde im Ferrari wie schon im Auftakttraining Dritter. Im Rennen am Sonntag kann Vettel vorzeitig zum dritten Mal Weltmeister werden, wenn er mindestens 15 Punkte mehr holt als Alonso.

Badminton, Juliane Schenk: Badminton-Vizeeuropameisterin Juliane Schenk hat bei den China Open in Shanghai mit einer starken Leistung das Halbfinale erreicht. Die Weltranglistenvierte aus Berlin setzte sich im Duell mit der Nummer eins Wang Yihan aus China trotz Satzrückstandes mit 2:1 (19:21, 21:16, 21:17) durch. Nach 69 Minuten verwandelte die 29-Jährige ihren zweiten von vier Matchbällen gegen die Olympiazweite. Schenk trifft nun bei dem mit 400.000 Dollar (315.000 Euro) dotierten Superseries-Turnier auf die ungesetzte Ratchanok Intanon, die anschließend gegen Europameisterin Tine Baun aus Dänemark (Nr. 6) 21:13, 21:19 gewann. Gegen die 17-jährige Thailänderin hatte Schenk bei den Olympischen Spielen im Achtelfinale verloren. Die gebürtige Krefelderin gewann in dieser Saison als erste Deutsche in Singapur ein Superseries-Turnier. Als führende der Wertung der zwölf am höchsten dotierten Events ist Schenk bereits für das mit 500.000 Dollar (393.000 Euro) dotierte Finalturnier in Shenzen/China (12. bis 16. Dezember) qualifiziert. Bei den Männern war Europameister Marc Zwiebler (Bonn) am Mittwoch in der ersten Runde gescheitert.

Tennis, Davis Cup: Der Tscheche Tomas Berdych hat im Davis-Cup-Finale das zweite Einzel gewonnen und für die Gastgeber im Duell mit Titelverteidiger Spanien den Ausgleich zum 1:1 geschafft. Die Nummer 6 der Weltrangliste kämpfte sich am Freitagabend in Prag gegen Nicolas Almagro in fünf Sätzen mit 6:3, 3:6, 6:3, 6:7 (5:7), 6:3 durch. Damit kann im Doppel am Samstag noch keine Entscheidung über den Cup-Sieger fallen. Der Spanier David Ferrer hatte sich zum Auftakt klar in drei Sätzen mit 6:3, 6:4 und 6:4 gegen Radek Stepanek durchgesetzt. Die Iberer, die auf den schon seit Monaten verletzten Superstar Rafael Nadal verzichten mussten, können den vierten Titel in fünf Jahren perfekt machen. Die Gastgeber wollen - wie schon die Fed-Cup-Frauen vor zwei Wochen an gleicher Stelle - den begehrtesten Mannschaftstitel des Jahres für Tschechien gewinnen.

Insolvenz, Alemannia Aachen: Fußball-Drittligist Alemannia Aachen muss den bitteren Gang in die Insolvenz gehen und steht damit als erster Absteiger in die Regionalliga fest. Das teilte der ehemalige Bundesligist und Europapokal-Teilnehmer am Freitag auf einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz mit. Der Insolvenzantrag werde in der kommenden Woche gestellt. Die Saison soll gemäß Insolvenzordnung und DFB-Statuten aber zu Ende gespielt werden. Danach soll ein Neuanfang in der Regionalliga erfolgen. Bereits Ende Oktober stand Aachen vor dem finanziellen Aus, Geschäftsführer Frithjof Kraemer musste gehen. Damals hieß es, es sei ein Geldgeber aus den eigenen Reihen gefunden worden. Der Alemannia fehlten nach nicht bestätigten Angaben kurzfristig mehr als zwei Millionen Euro. In der 3. Liga liegt der Zweitliga-Absteiger nach 17 Spielen mit 16 Punkten auf dem 17. Tabellenplatz.

Eishockey, DEL: Der sechsmalige deutsche Meister Adler Mannheim bleibt in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) schärfster Verfolger von Spitzenreiter Kölner Haie. Das Team um den vom NHL-Klub Boston Bruins ausgeliehenen Stanley-Cup-Sieger Dennis Seidenberg setzte sich am Freitagabend beim ERC Ingolstadt 2:1 (2:1, 0:0, 0:0) durch und hat auf Platz zwei liegend mit nun 35 Punkten einen Zähler Rückstand auf die Haie. Dritter mit einem Spiel mehr sind die Hamburg Freezers (34), die zu einem 4:1 (1:1, 1:0, 2:0)-Heimsieg gegen die Straubing Tigers kamen. Die Eisbären Berlin dagegen konnten eine furiose Aufholjagd nicht mit einem Sieg krönen. Zu Hause unterlag der amtierende Meister den Krefeld Pinguinen 3:4 (1:2, 1:0, 1:1) nach Verlängerung. Der entscheidende Treffer gelang Francois Methot 16 Sekunden vor Ende der Overtime. Für eine kleine Überraschung sorgte das bisherige Schlusslicht Grizzly Adams Wolfsburg: Durch den 2:1 (0:0, 0:0, 2:1)-Heimsieg gegen die Nürnberg Ice Tigers verließ Wolfsburg den letzten Platz. Den nimmt die Düsseldorfer EG nach dem 1:5 (1:2, 0:1, 0:2) bei den Augsburger Panthern ein. Die Hannover Scorpions gewannen zu Hause 3:1 (1:1, 2:0, 0:0) gegen den EHC München mit Bundestrainer Pat Cortina. Steven Wagner (2. Minute) und Yanick Lehoux (8.) sicherten den Adlern den Auswärtssieg bei den Ingolstädtern, für die Sean O'Connor den zwischenzeitlichen Ausgleich besorgte. Für die Eisbären drehten zweimal Travis James Mulock (9., Überzahl/43.) und Julian Talbot (29.) zunächst die Partie, nachdem Andreas Driendl (5.) und Herberts Vasiljevs (6.) die Gäste in Führung gebracht hatten. Boris Blank erzwang mit seinem Tor in der 55. Minute die Verlängerung, in der dann die Krefelder das bessere Ende für sich hatten. Für die Hamburger waren Jamie Benn in Unterzahl (5.), zweimal Jerome Flaake (40., Überzahl/58.) und Matthew Pettinger (60.) erfolgreich. Der zwischenzeitliche Ausgleich durch Michael Endraß (14.) war für Straubing zu wenig.

Handball, Bundesliga: Aufsteiger TUSEM Essen muss weiter auf den ersten Punkt in der Handball-Bundesliga warten. Im Duell beim Tabellennachbarn TV Großwallstadt unterlag das Team von Trainer Maik Handschke am Freitagabend 20:28 (11:13) und ist nach der zwölften Niederlage mit 0:24 Punkten abgeschlagenes Schlusslicht. Großwallstadt (5:19) kletterte derweil auf Platz 16 und schob sich vorerst am TBV Lemgo vorbei. Nach einem schwachen Start fanden die Essener Mitte des ersten Durchganges besser ins Spiel und glichen zwischenzeitlich einen Rückstand von fünf Treffern aus. Nach dem Seitenwechsel verloren die Gäste jedoch zunehmend die Ordnung und machten es Großwallstadt leicht, die Begegnung frühzeitig zu entscheiden. Bester Werfer bei Großwallstadt war Maximilian Holst (6 Tore), Essen hatte in David Breuer (9) seinen besten Schützen.

Schwimmen, Yannick Agnel: Schwimm-Doppelolympiasieger Yannick Agnel stellt bei den französischen Kurzbahn-Meisterschaften in Angers weiter Rekorde auf. Über 800 m Freistil verbesserte der 20-Jährige bei seiner zweiten Bestmarke binnen knapp zwölf Stunden in 7:29,17 Minuten den bisherigen Europarekord des Italieners Federico Colbertaldo aus dem Jahr 2009 gleich um 2,01 Sekunden. Zur über vier Jahren alten Weltbestmarke des australischen Olympiasiegers Grant Hackett allerdings fehlten Agnel, der am Donnerstagabend über die halbe Distanz Deutschlands Schwimmer Paul Biedermann in 3:32,25 Minuten als Weltrekordler abgelöste hatte, noch 5,75 Sekunden.

Nach Doppelolympiasieger Yannick Agnel ist auch Camille Muffat bei den französischen Kurzbahn-Meisterschaften in Angers auf Rekordjagd. Die 400-Meter-Freistil-Olympiasiegerin von London pulverisierte dabei geradezu den Weltrekord über die doppelt so lange Distanz. In 8:01,06 Minuten blieb sie um 3,47 Sekunden unter der bisherigen Bestmarke der Italienerin Alessia Filippi vom Dezember 2008 in Rijka.

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