Lewis Hamilton

RTL-Souffleur Nico Rosberg hatte Valtteri Bottas vor dem Start tief in die Augen geguckt, und war sich sicher, dass er da das richtige Feuer lodern sah, das man für einen Sieg von der Pole-Position aus braucht. Doch dann ging es dem Finnen so wie Rosberg früher selbst - Lewis Hamilton gewann zum sechsten Mal in Shanghai, und sackte nach den Erfolgen in den Rennen 900 und 999 der Formel 1 auch die prestigeträchtige 1000 ein. Rosberg zollte dem Comeback-Kid des Motorsports Tribut: "Das war soooo typisch Lewis. Freitags, wenn es nicht richtig läuft, ist er im Niemandsland. Da geht es ja auch um nichts. Und dann ist er plötzlich da." Dem widerspricht Mercedes-Teamchef Toto Wolff. Sein Paradefahrer sei oft der Letzte, der das Briefing mit den Ingenieuren verlasse, so sehr kämpfe der Brite darum, die Reifen zu verstehen. Ansonsten attestiert ihm der Österreicher "ein von Gott gegebenes Gespür". Als Hamilton sich auf seine 75. Ehrung als Grand-Prix-Sieger vorbereitete, stand er vor einem Plakat seines Idols Ayrton Senna und dem Zitat "Ich bin geschaffen, um zu gewinnen". Es war, als blicke er in einen Spiegel.

Bild: AFP 15. April 2019, 08:592019-04-15 08:59:33 © SZ.de/tbr