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Formel 1:Verstappen gewinnt spektakulär in Spielberg

Grand Prix von Österreich

Max Verstappen vom Team Red Bull Racing.

(Foto: dpa)
  • Max Verstappen gewinnt das Formel-1-Rennen von Spielberg.
  • Im letzten Drittel überholt er erst Vettel, dann Bottas und schließlich auch noch den Führenden Leclerc.
  • Das Überholmanöver an die Spitze ist jedoch umstritten - und wird von den Rennkommissaren untersucht.

Der Niederländer Max Verstappen hat das Formel-1-Rennen von Österreich gewonnen. Der Red-Bull-Pilot raste trotz eines verpatzten Starts beim Grand Prix in Spielberg zum sechsten Sieg seiner Karriere. Er wiederholte damit seinen Vorjahreserfolg - und Zehntausende Fans in Oranje sahen die vielleicht spannendste Schlussphase der Saison, als er in einem spektakulären Duell den Charles Leclerc niederrang. Das entscheidende Manöver des Niederländers wurde von den Rennkommissaren jedoch anschließend untersucht."Ich lasse jetzt die Rennkommissare entscheiden", sagte Leclerc: "Er hat mich ein wenig rausgepusht." Verstappens Antwort war ebenso kurz wie lapidar: "That's racing."

Dritter wurde Valtteri Bottas im Mercedes vor Vettel, den eine fatale Panne an der Box wertvolle Zeit kostete. WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton landete nur auf Position fünf. Damit siegte Mercedes erstmals in dieser Saison nicht.

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Vettels Teamkollege Charles Leclerc erwischte bei seiner zweiten Karriere-Pole einen sauberen Start und führte das Feld souverän in die erste Kurve. Der große Verlierer war zunächst Red-Bull-Pilot Max Verstappen, der von Platz zwei fast gar nicht loskam. Bis auf Position sieben wurde der Niederländer durchgereicht. Bottas und Hamilton verbesserten sich jeweils um einen Rang und nahmen die Jagd auf Leclerc auf, der in Bahrain seine erste Pole eingefahren hatte und nur wegen eines Defekts seinen ersten Grand-Prix-Sieg Ende März verpasst hatte.

Vettel wurde in der Qualifikation von einem mechanischen Problem an seinem Ferrari ausgebremst und war nur Neunter in der Startaufstellung. Der viermalige Weltmeister machte aber schnell drei Ränge gut. Vettel passierte dann auch mit einem durchaus harten Manöver McLaren-Youngster Lando Norris und seinen früheren Scuderia-Kumpel Kimi Räikkönen im Alfa Romeo. Nach nicht einmal 30 Kilometern lag Vettel hinter Hamilton, der wegen einer Strafe nach der Qualifikation auf den vierten Rang in der Startaufstellung abgerutscht war.

Bottas kam in der 22. Runde als erster Topfahrer an die Box. Ferrari reagierte, holte Vettel rein - und patzte mal wieder folgenschwer. Die Reifen lagen noch nicht bereit, hektisch kamen die Crew-Mitglieder mit den Pneus herausgelaufen. Dabei verlor der Deutsche wertvolle Sekunden. Nach Scuderia-Angaben gab es ein Problem mit dem Funk bei den Mechanikern, weshalb sie die Ansage nicht hörten.

"Was zum Teufel soll das?!", schimpfte Leclerc

Eine Runde danach kam Leclerc in die Garage und erhielt bei einem reibungslosen Stopp die harten Pneus. "Gib Gas", forderte der Mercedes-Kommandostand indes Hamilton auf. "Die Reifen sind gut", gab der Engländer zurück und versuchte seinen Vorsprung als Führender auszubauen. Die Taktik ging aber nicht auf. Hamilton kam erst in der 31. Runde an die Box und musste sich auch noch eine ramponierte Silberpfeil-Front ersetzen lassen. Erst auf Platz fünf fuhr er wieder auf den Kurs zurück.

Vettel dagegen lag trotz des Boxen-Blackouts auf Podiumskurs. Der 31-Jährige hatte im Kampf um Platz drei jedoch einen drängenden Verstappen im Nacken. Unter dem frenetischen Jubel der niederländischen Fans konnte Vettel in Runde 50 dem Youngster aber nicht mehr standhalten und fiel auf Platz vier zurück. Der Deutsche ließ sich bei einem zweiten Boxenstopp sofort frische Reifen aufziehen.

Vettel wollte unbedingt noch weiter nach vorne fahren, steckte aber hinter Hamilton fest. Der Führende Leclerc hingegen hatte Verstappen im Rückspiegel. Drei Runden vor Schluss parierte der Monegasse eine Attacke des Niederländers noch meisterhaft, einen Umlauf danach war Verstappen nach einem harten Rad-an-Rad-Duell doch vorbei. "Was zum Teufel soll das?!", schimpfte Leclerc über den Boxenfunk.

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