Formel 1Rosberg verhindert einen Crash

Der WM-Führende hat Glück, sein Verfolger Lewis Hamilton setzt auf psychologische Kriegsführung. Felipe Massa heult im Regen. Die Zylinderköpfe der Formel 1.

Lewis Hamilton

So empfindet ein Spitzenreiter also zwei Stunden Renn- und Regenchaos: "Ich konnte da vorne chillen." Denn der Titelverteidiger konnte tatsächlich als einziger mit einigermaßen freier Sicht vorneweg fahren - hin zu seinem dritten Sieg in Serie, der die Weltmeisterschaft jetzt tatsächlich bis zum Finale offen hält. Es war überhaupt der erste Erfolg Hamiltons in der Heimatstadt seines Idols Ayrton Senna, und der 52. seiner Karriere - damit ist er jetzt die Nummer zwei der ewigen Bestenliste hinter Michael Schumacher. Zurück ist auch die alte Souveränität, als Angreifer fühlt sich der Brite immer am wohlsten, und das bekommt jetzt auch wieder Nico Rosberg zu spüren. Hamilton ist auch ein Meister der psychologischen Kriegsführung: "Nico macht, was er machen muss", stichelte er kunstvoll: "Er ist in der Form seines Lebens. Ich bin glücklich darüber, dass ich ihn im selben Auto so souverän besiegt habe."

Bild: dpa 14. November 2016, 11:342016-11-14 11:34:42 © Süddeutsche.de/ebc