Formel 1:Queen schlägt Lewis Hamilton digital zum Ritter

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Formel-1-Rennfahrer Lewis Hamilton

Ritter Lewis Hamilton.

(Foto: dpa)

Das ist die höchste Ehre, die einem Sportler in Großbritannien zuteil werden kann. Schalke 04 holt Sead Kolasinac auf Leihbasis zurück.

Meldungen im Überblick

Formel 1, Lewis Hamilton: Der neue Formel-1-Geschäftsführer Stefano Domenicali hat im Namen der gesamten Motorsport-Königsklasse Rekordweltmeister Lewis Hamilton zum Ritterschlag gratuliert. "Lewis ist ein wahrer Gigant unseres Sports und sein Einfluss ist im Auto und außerhalb des Autos groß", sagte der Italiener, der ab dem neuen Jahr den Posten an der Spitze der Formel 1 als Nachfolger von Chase Carey inne hat. Was Hamilton erreicht habe, sei phänomenal - "und es kommt noch mehr", prophezeite der 55 Jahre alte ehemalige Ferrari-Teamchef aus Italien. Hamilton wurde von Königin Elizabeth II. digital zum Ritter geschlagen. 2008 hatte er nach dem ersten seiner nun insgesamt sieben WM-Titel bereits den britischen Ritterorden verliehen bekommen.

Der Ritterschlag ist nun die höchste Ehre, die einem Sportler in Großbritannien zuteil werden kann. "Großbritannien kann sehr stolz sein, einen Champion und Botschafter zu haben vom Kaliber eines Sir Lewis Hamilton", kommentierte Mercedes-Teamchef Toto Wolff am Donnerstag. Hamilton stieg 2007 in die Formel 1 ein und wechselte zur Saison 2013 von McLaren zu Mercedes. Mit seinem siebten WM-Triumph zog er 2020 mit Michael Schumachers Rekord gleich. Neben den sportlichen Erfolgen hat sich der bald 36 Jahre alte Hamilton - er hat am 7. Januar Geburtstag - vor allem auch im Kampf gegen Rassismus und für Gleichberechtigung verdient gemacht. Zu seinem Ritterschlag äußerte er sich zunächst noch nicht.

Bundesliga, Schalke 04: Der abstiegsbedrohte Klub holt Linksverteidiger Sead Kolasinac auf Leihbasis für sechs Monate vom FC Arsenal zurück nach Gelsenkirchen. Der Vertrag gilt ab dem 4. Januar. Über die Modalitäten vereinbarten beide Vereine Stillschweigen.

"Wir haben intensiv an der Rückkehr von Sead Kolasinac gearbeitet und sind richtig stolz, dass mit ihm ein echter Schalker Junge heimkehrt", sagte Schalkes Vorstand Sport und Kommunikation, Jochen Schneider, in einer Mitteilung: "Sead verkörpert genau die Werte, die Schalke 04 auszeichnen und die im Kampf um den Klassenerhalt elementar sind: ein unbändiger Wille und ein starker Charakter." Kolasinac hatte bereits von 2012 bis 2017 für den aktuellen Tabellenletzten gespielt, ehe er ablösefrei zu den Londonern in die Premier League wechselte. Für die Gunners absolvierte er 113 Spiele.

Premier League, Liverpool: Der Vorsprung schmilzt, doch Jürgen Klopp schaut zuversichtlich ins neue Jahr. "Die Jungs sind zurecht frustriert, aber nicht wegen ihrer Leistung", sagte der Teammanager des englischen Meisters FC Liverpool bei der BBC. Seine Mannschaft hatte bei Newcastle United (0:0) erneut Punkte liegengelassen, die Vorstellung sei jedoch "eine Basis, auf der wir in den kommenden Tagen, Wochen und Monaten aufbauen können", so Klopp.

Vier Großchancen zählte der Welttrainer des Jahres, "wir haben gegen Newcastle schon mit weniger Möglichkeiten gewonnen", sagte er. Doch diesmal blieb seine Offensive um das Trio Sadio Mane, Roberto Firmino und Mohamed Salah ohne Treffer, Manchester United hat als erster Verfolger bei einem Spiel weniger nur noch drei Punkte Rückstand auf den Tabellenführer. Bereits drei Tage zuvor war Liverpool gegen den Abstiegskandidaten West Bromwich Albion (1:1) gestrauchelt. Weiter geht es für die Reds am Montag (4. Januar) mit der Partie beim FC Southampton, dort gilt es, die Auswärtsbilanz zu verbessern: Nach acht Spielen in der Fremde hat Liverpool erst zwei Siege auf dem Konto.

La Liga, Barcelona: Ohne Lionel Messi hat der FC Barcelona den nächsten Rückschlag in der spanischen Fußball-Meisterschaft eingesteckt. Die Katalanen, bei denen der deutsche Nationaltorhüter Marc-André ter Stegen zwischen den Pfosten stand, kamen am Dienstag gegen SD Eibar nicht über ein 1:1 (0:0) hinaus. Damit verpasste es Barca, ein wenig näher an die Spitzengruppe heranzurücken. Der frühere Dortmunder Ousmane Dembelé rettete dem Ex-Meister mit seinem Ausgleichstor immerhin einen Punkt (67.), nachdem Eibar durch Kike Garcia in Führung gegangen war (58.). Der sechsmalige Weltfußballer Messi fehlte wegen einer Knöchelverletzung.

Real Madrid hat derweil beim Abstiegskandidaten FC Elche gepatzt und Boden zu Atlético verloren. Die Mannschaft von DFB-Nationalspieler Toni Kroos kam am Mittwochabend über ein 1:1 (1:0) beim Außenseiter nicht hinaus. Luca Modric brachte die Königlichen in der 20. Minute in Führung: Nach einem 22-Meter-Lattenkracher von Marco Asensio war der Kroate reaktionsschnell per Kopf zur Stelle. Fidel Chaves rettete den Gastgebern mit einem Foulelfmeter (52.) aber einen unerwarteten Punkt. Zuvor hatte Atlético mit einem Arbeitssieg gegen Außenseiter FC Getafe die Tabellenspitze verteidigt. Der achte Saisontreffer von Torjäger Luis Suarez (20. Minute) nach einer Freistoß-Kombination reichte der Mannschaft von Diego Simeone, der sein 500. Spiel als Atlético-Trainer absolvierte, zum knappen 1:0 (1:0)-Erfolg. Nach dem elften Saisonsieg hat Atlético nun 35 Punkte und sogar noch zwei Partien weniger bestritten; Real hat als Tabellenzweiter 33 Zähler.

Basketball, Euroleague: Die Bayern haben das Spitzenspiel der Euroleague deutlich gewonnen. Gegen den FC Barcelona siegten die Süddeutschen am Mittwoch nach einer starken zweiten Hälfte 90:77 (43:45) und haben zum Ende der Hinrunde elf Siege und sechs Niederlagen auf dem Konto. Die Mannschaft von Trainer Andrea Trinchieri hat damit gute Chancen, erstmals die K.o.-Runde zu erreichen. Im Jahresabschlussspiel vor leeren Rängen in München waren die Bayern im ersten Viertel noch klar unterlegen. 16:26 lagen die Gastgeber zurück (8. Minute), kämpften sich im zweiten Durchgang aber wieder heran. Zur Pause konnten die Münchner den Rückstand auf zwei Zähler verkürzen. Nach der Pause spielte sich die Trinchieri-Team in einen Rausch. Angeführt vom überragenden Wade Baldwin ging das dritte Viertel mit 27:10 an die Bayern - 70:55 nach 30 Minuten. Bis zum Schluss verteidigten sie den Vorsprung und hatten mit Baldwin (29 Zähler) den besten Spieler in seinen Reihen. Auch Nationalspieler Paul Zipser konnte mit 16 Punkten überzeugen. Für die Münchner geht es der Euroleague erst am 8. Januar weiter. Dann gastieren die Bayern bei Olympiakos Piräus in Griechenland.

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