Formel 1:Haas trennt sich von Schumacher, Hülkenberg wird Nachfolger

Lesezeit: 2 min

Formel 1: Mick Schumacher steht in der kommenden Formel-1-Saison womöglich ohne Cockpit da.

Mick Schumacher steht in der kommenden Formel-1-Saison womöglich ohne Cockpit da.

(Foto: Carlos Perez Gallardo/AP)

Der US-Rennstall macht nach Saisonende ohne den 23 Jahre alten Deutschen weiter. Sein Cockpit übernimmt ein Routinier. Schumacher bleibt eine minimale Chance auf einen Platz in der Formel 1.

Mick Schumacher steht nach nur zwei Jahren schon vor dem Aus als Stammfahrer in der Formel 1. Nach monatelangen Zweifeln herrscht nun Gewissheit: Der 23-Jährige und das US-amerikanische Team Haas trennen sich zum Saisonende. Als Nachfolger verpflichtete der Rennstall nach eigenen Angaben Schumachers zwölf Jahre älteren Landsmann Nico Hülkenberg. Man habe sich zwar entschieden, "in Zukunft getrennte Wege zu gehen", wurde Haas-Teamchef Günther Steiner in einer Mitteilung vor dem Saisonfinale an diesem Wochenende in Abu Dhabi zitiert. Dennoch wünsche das gesamte Team "Mick alles Gute für die nächsten Schritte auf seinem Karriereweg".

Mick Schumacher bleibt nun nur noch eine minimale Chance auf einen Verbleib in der Formel 1 in der kommenden Saison. Sollte der Wunschkandidat des britischen Williams-Teams, US-Fahrer Logan Sargeant, am letzten Rennwochenende in der Formel 2 ebenfalls in Abu Dhabi patzen und doch nicht die Punkte für die Superlizenz als Voraussetzung für die Motorsport-Königsklasse schaffen, wäre dort ein Cockpit frei.

Seit Monaten fehlte ein klares Bekenntnis der Haas-Bosse zu Mick Schumacher, der 2021 in der Formel 1 debütiert hatte. Teamchef Günther Steiner und auch Rennstall-Besitzer Gene Haas hatten sich stattdessen auch öffentlich vor allem über die beiden schweren und kostenintensiven Unfälle, die Schumacher im ersten Saisondrittel verursacht hatte, geäußert und beklagt. Für die vier letzten Rennen in dieser Saison hatten sie ihrem Piloten eine Punktevorgabe gemacht. In Austin, Mexiko-Stadt und São Paulo verpasste Mick Schumacher die Top Ten aber klar.

In der Formel 3 hatte Mick Schumacher im zweiten Jahr den Titel gewonnen, in der Formel 2 gelang ihm genau das auch. In der Formel 1 wurde der Name Mick Schumacher nach und nach nur noch zweite Wahl. Dass er keinen Vertrag fürs kommende Jahr hatte, war lange bekannt. Keines der anderen Teams, die während dieser Zeit noch Plätze für 2023 frei hatten, schnappte ihn sich aber.

Als Nachfolger soll nun Hülkenberg kommen. Er könnte nach dem Rücktritt von Sebastian Vettel der einzige deutsche Stammfahrer in der Formel 1 für 2023 sein. Der 35 Jahre alte gebürtige Emmericher absolvierte insgesamt bereits 181 Formel-1-Rennen, aufs Podest kam er dabei nie - ein Negativrekord in der Formel 1. Nach seinem Debüt 2010 im Williams war er später unter anderen für Force India, Sauber und Renault im Einsatz.

Die Franzosen hatten Hülkenberg Ende 2019 keinen neuen Vertrag mehr gegeben. Seitdem hielt sich Hülkenberg durch starke Spontaneinsätze für eine Rückkehr im Rennen. Zuletzt hatte auch die Verpflichtung eines neuen Ersatzpiloten anstelle von Hülkenberg bei Aston Martin auf ein erwartetes künftiges Haas-Engagement des gebürtigen Rheinländers hin gedeutet.

Zur SZ-Startseite

Sieben Kurven der Formel 1
:Verstappen verweigert den Teambefehl

Der Weltmeister soll in Brasilien seinem Kollegen helfen - tut es aber nicht. Lewis Hamilton plant dagegen einen Akt der Nächstenliebe. Die Höhepunkte des Formel-1-Wochenendes.

Lesen Sie mehr zum Thema