Formel 1 in Österreich:Red Bull im Heimrennen strafversetzt

Canada Formula One Grand Prix

Beim Heim-Grand-Priox strafversetzt: beide Boliden von Red Bull.

(Foto: dpa)

Beim Heim-Grand-Prix müssen beide Autos jeweils um zehn Positionen weiter hinten starten. Sebastian Vettel bricht sein Training ab. Handball-Erstligist HSV Hamburg und Ex-Trainer Martin Schwalb streiten weiter vor Gericht

Formel 1, Red Bull: Die beiden Red-Bull-Piloten Daniel Ricciardo und Daniil Kwjat müssen beim Großen Preis von Österreich jeweils um zehn Positionen weiter hinten starten. In beiden Autos muss beim siebten Saisonlauf zur Formel-1-Weltmeisterschaft an diesem Wochenende in Spielberg ein fünfter Motor eingesetzt werden. Dies bestätigte Red-Bull-Motorsportchef Helmut Marko der österreichischen Nachrichtenagentur APA am Freitag vor dem ersten freien Training.

Laut Reglement stehen jedem Piloten vier Antriebseinheiten pro Saison zur Verfügung. Wird ein weiterer Turbo-Sechszylinder benötigt, hat dies automatisch eine Strafversetzung um zehn Plätze zur Folge. Der Australier Ricciardo tritt bereits im ersten freien Training auf dem 4,326 Kilometer langen Kurs mit dem neuen Motor an. Der Russe Kwjat fährt laut Marko am Samstag mit dem fünften Triebwerk. "Uns bleibt nichts anderes übrig, zumindest bei Kwjat", sagte Marko. Die Analyse habe ergeben, dass der Renault-Antrieb voraussichtlich nicht das gesamte Rennwochenende halten würde. Bei Ricciardo wird der Motor aus taktischen Gründen gewechselt, da sich Red Bull auf der hauseigenen Strecke wegen des PS-Nachteils gegenüber der Konkurrenz keine Chancen ausrechnet.

Formel 1, Ferrari: Für Sebastian Vettel war das erste freie Training zum Großen Preis von Österreich bereits nach 22 Minuten zumindest vorerst vorbei. Der vierfache Formel-1-Weltmeister musste seinen Ferrari am Freitag auf dem 4,326 Kilometer langen Kurs wegen eines technischen Defektes abstellen. Möglicherweise versagten die Bremsen. Der Rennwagen wurde mit einem Kran auf einen LKW geladen und an die Box zurückgebracht. Vettel liegt vor dem siebten Saisonlauf am Sonntag in der Fahrerwertung mit 108 Punkten auf dem dritten Platz. Der Heppenheimer hat 43 Zähler Rückstand auf Spitzenreiter Lewis Hamilton (151). Hinter dem britischen Titelverteidiger liegt Nico Rosberg (Wiesbaden/134) im zweiten Mercedes auf Rang zwei.

Handball, HSV Hamburg: Die juristische Auseinandersetzung zwischen dem Handball-Bundesligisten HSV Hamburg und seinem früheren Meistertrainer Martin Schwalb (52) geht weiter. Wie das Landesarbeitsgericht der Bild-Zeitung bestätigte, legten die Hanseaten Berufung gegen das erstinstanzliche Urteil des Arbeitsgerichts Hamburg ein.

Die Kammer hatte im Dezember des vergangenen Jahres die fristgerechte Kündigung des HSV gegen Schwalb zum 30. Juni 2014 für unwirksam erklärt. Schwalb stand demnach die Zahlung von 294.000 Euro zu. Während der Turbulenzen um seine Trennung vom HSV hatte Schwalb einen Herzinfarkt erlitten, ist mittlerweile aber vollständig genesen. Einen Termin für die anstehende Verhandlung steht noch nicht fest.

Fußball, Copa América: Peru hat sich in der südamerikanischen Meisterschaft Copa América mit 1:0 gegen Venezuela durchgesetzt. Bayern-Stürmer Claudio Pizarro traf am Donnerstag in Valparaíso in der 71. Minute für die Peruaner. Venezuela hatte die letzten 60 Minuten mit nur zehn Mann gespielt, nachdem Verteidiger Fernando Amorebieta mit einer Roten Karte vom Platz gestellt worden war. Die Venezolaner gingen zunächst mit viel Druck in die Partie. Sie spielten einige gute Möglichkeiten heraus, kamen aber nicht zum Abschluss. In Unterzahl setzten die Weinroten ab der 29. Minute stärker auf Verteidigung. Peru nutzte nun seinen Vorteil und drängte immer stärker in den venezolanischen Strafraum. Christian Cueva spielte sich schließlich frei und passte zu Pizarro, der Alain Baroja aus dem Tor kommen ließ und mit einem hohen Schuss traf. Damit ist in der Gruppe C wieder alles offen. Am Sonntag trifft Peru auf Kolumbien und Brasilien spielt gegen Venezuela.

U-21-EM: Mitfavorit England hat einen Fehlstart in die U21-EM in Tschechien hingelegt. Gegen Portugal unterlag das Team von Trainer Gareth Southgate am Donnerstag 0:1 (0:0) und ist nach dem ersten Spieltag Schlusslicht der Gruppe B. Joao Mario von Benfica Lissabon nutzte in der 57. Minute die Verwirrung im englischen Strafraum und traf zur Führung. Englands Sturmhoffnung Harry Kane (Tottenham Hotspur) machte dagegen zu wenig aus seinen Möglichkeiten. Bei Portugal kam Torhüter Daniel Fernandes vom Drittligisten VfL Osnabrück nicht zum Einsatz. Auch Rekord-Europameister Italien patzte zum Auftakt. Die Squadra Azzurra startete trotz langer Überzahl mit einer überraschenden 1:2 (1:0)-Niederlage gegen Schweden in das Turnier. Der fünfmalige Titelträger führte in Olmütz nach einem verwandelten Foulelfmeter von Jungstar Domenico Berardi (29.) zur Pause, verlor aber durch Treffer von John Guidetti (56.) und Kiese Thelin (86./Foulelfmeter) noch die Partie. Beide Teams beendeten die Begegnung mit nur zehn Spielern. Schwedens Alexander Milosevic hatte früh die Rote Karte gesehen (28.), kurz vor Schluss musste auf der Gegenseite auch Stefano Sturaro (80.) nach einer Tätlichkeit vom Platz. Italien sah zur Pause nach dem Treffer von Berardi (Sassuolo Calcio) und in Überzahl bereits wie der sichere Sieger aus, gab das Heft aber noch aus der Hand. Guidetti (Celtic Glasgow) gelang im 37. Länderspiel für Schweden sein 25. Tor, ehe Thelin (Girondins Bordeaux) nachlegte. Branimir Hrgota von Borussia Mönchengladbach kam bei den Skandinaviern nicht zum Einsatz.

Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB