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Formel 1 in Japan:Alonsos Verzweiflung wächst

Nach dem Hin und Her zwischen "Blond und Schwarz" (Hamilton) erwartet er "den intensivsten Titelkampf", den man sich vorstellen könne. Der Vergleich mit dem epischen Duell zwischen Ayrton Senna und Alain Prost auf dem Suzuka International Circuit, das sich an diesem Wochenende zum 25. Mal jährt, schmeichelt Rosberg: "Wir wären stolz, wenn wir eine solch tolle Show bieten."

Das sportliche Hin und Her dürfte nach Ansicht beider Titelaspiranten weitergehen; Red-Bull-Pilot Daniel Ricciardo liegt ja schon 60 Punkte hinter der Spitze zurück. "Ich glaube, die WM wird sich erst im letzten Rennen in Abu Dhabi entscheiden. Mit den doppelten Punkten im Finale kann da so viel passieren", rechnet Rosberg hoch. Hamilton erwartet seinen Rivalen "stärker denn je", aber für ihn ändere sich nichts. Der 29-Jährige sieht sich im achten Formel-1-Jahr gereift: "Ich bin erwachsener geworden, arbeite härter, verstehe mehr - es ist meine beständigste Saison."

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Dennoch könnte auch Hamilton eine Rolle spielen bei der großen Unbeständigkeit, die die Formel 1 bewegt: Kein Rennwochenende vergeht, an dem Fernando Alonso und Sebastian Vettel nicht nachgesagt wird, dass sie am Saisonende ihre Arbeitgeber verlassen: Vettel von Red Bull zu Ferrari, Alonso von Ferrari zu McLaren. Beide sind unzufrieden, wie es gerade läuft - aber mit einem überhasteten Wechsel würden sie nur bedingt Sicherheit gewinnen. "Die Gerüchte gibt es jedes Jahr", sagt Vettel, "in meinem Kopf gibt es sie nicht." Die Zerrüttung bei Ferrari ist größer, auch Alonsos Verzweiflung, vielleicht nie mehr den ersehnten dritten Titel zu holen.

Und McLarens Motorenpartner Honda lockt wohl mit viel Geld. Er möge deshalb bitte bestätigen, dass er 2015/16 nicht für McLaren und nicht für Red Bull fahren werde, wurde Alonso in Suzuka aufgefordert. "Diese Frage ist sehr schwer zu beantworten", antwortete er, "ich tue das Beste für Ferrari." Auch Hamilton legt sich natürlich nicht fest. Er hat die Gespräche über eine Verlängerung bei Mercedes auf das Saisonende vertagt. Vielleicht hat er als Weltmeister dann die beste Verhandlungsposition - denn er gilt auch als (Ersatz-)Kandidat bei Red Bull wie Ferrari.