Mexiko

Lewis Hamilton ist so ehrlich wie alle anderen Formel-1-Piloten: Er liebt die Freundlichkeit der Mexikaner und den Enthusiasmus der Menschen, wo sonst versammeln sich jedes Jahr 135.000 Zuschauer in einem Rennstadion? Aber die Strecke, die flach, rutschig, langweilig und überholunfreundlich ist, zählt nicht zu seinen Lieblingen. Der PS-Fiesta tat das keinen Abbruch, und das sonst häufig kalte Fahrerlager war durch Palmen, Kakteen und Taco-Stände sowie einen Barbier mit richtig Leben angefüllt, Mariachi-Kapellen übertrafen in ihrer Intensität sogar den niederländischen Star-DJ Armin van Buuren. Die Mexikaner haben noch ein Jahr lang Vertragsdauer, aber die Verlängerung dürfte nur Formsache sein, wenn es nach dem generellen Unterhaltungsfaktor geht.

Sergio Perez, der einzige Latino im Formel-1-Fahrerfeld wird auch in der kommenden Saison an den Start gehen, vielleicht kommt sogar noch sein Landsmann Esteban Gutierrez wieder unter. Das Heimspiel für "Checo" ging allerdings gründlich schief, nach 38 der 71 Runden versagten die Bremsen - nachdem er sich auf Rang sieben vorgearbeitet hatte: "Es tut mir leid für die Fans. Aber sie machen mich auch stolz." Curacon!

Bild: dpa 29. Oktober 2018, 08:472018-10-29 08:47:36 © SZ.de/ebc