Sieben Kurven der Formel 1Vettel bittet Hamilton: "Lass bloß nicht nach"

Nach dem WM-Triumph des Briten zeigt Vettel eine große Geste. Max Verstappen blafft lieber einen Reporter an. Die Höhepunkte des Formel-1-Wochenendes.

Sebastian Vettel

Nach dem vierten vergeblichen Anlauf mit Ferrari beugte sich der Heppenheimer tief hinunter ans Mikrofon und brachte die ganze Enttäuschung in einem einzigen Satz unter: "Es war vielleicht das schwierigste Jahr für mich in der Formel 1." Aber der vierfache Weltmeister zeigte mit seinem unermüdlichen Kampf um die theoretische Chance sportliche Größe und wurde Zweiter, übertrumpft noch von seinen Gesten nach dem drittletzten WM-Rennen, nachdem er jetzt unaufholbare 64 Punkte Rückstand auf Lewis Hamilton hat.

Erst brach Vettel ein Interview ab, um den Champion in den Arm zu nehmen, dann bat er ihn im Zwiegespräch: "Lass bloß nicht nach, damit ich im nächsten Jahr richtig gegen dich kämpfen kann." Anschließend tauchte er in der Mercedes-Box auf, gratulierte den überraschten Ingenieuren dort per Handschlag. Vettel wie für seine Scuderia beginnt der Testlauf für 2019. Eine erste Bilanz, aus persönlicher Sicht: "Dieser Moment ist der absoluter Horror, nachdem ich so viel reingesteckt habe. Auch wenn ich das nicht will, aber es gibt leider Tage, an denen man nicht der Beste ist. Es war der Tag von Max und das Jahr von Lewis." Respekt.

Bild: dpa 29. Oktober 2018, 08:472018-10-29 08:47:36 © SZ.de/ebc