Formel 1 Hamilton holt sich die Pole in Austin

Lewis Hamilton nach seinem Erfolg im Qualifying.

(Foto: AFP)

Nico Rosberg startet von Platz zwei. Zum Auftakt der Ski-Saison gewinnt Lara Gut klar im Riesenslalom. Marcelo Lippi wird neuer Nationaltrainer in China.

Formel 1: Nico Rosberg hat den Pole-Hattrick beim Formel-1-Spektakel in Amerika verpasst und sich Austin-Spezialist Lewis Hamilton geschlagen geben müssen. Der WM-Spitzenreiter musste sich am Samstag in der Qualifikation zum Großen Preis der USA mit Rang zwei begnügen. Erstmals sicherte sich sein Mercedes-Teamkollege Hamilton auf dem Kurs in Austin den besten Startplatz. In der zweiten Reihe stehen an diesem Sonntag die Red-Bull-Piloten Daniel Ricciardo und Max Verstappen. Dahinter bildet das Ferrari-Duo Kimi Räikkönen und Sebastian Vettel die nächste Reihe. Nico Hülkenberg schaffte es im Force India auf Platz sieben.

"Ich fühle mich unglaublich", sagte Hamilton bei der anschließenden Pressekonferenz: "Es ist meine erste Pole hier in Austin, ich habe es viele Jahre versucht, und jetzt hat es geklappt. Ich bin sehr, sehr glücklich, alles lief gut." Rosberg wies darauf hin, dass "wir zuletzt gesehen haben, dass die Pole nicht das Wichtigste ist. Es hat nicht sein sollen für mich heute, Lewis war halt schneller im ersten Sektor, aber ich habe beste Chancen, das Rennen zu gewinnen."

Ski alpin: Gesamtweltcup-Siegerin Lara Gut (Schweiz) hat überlegen den Auftakt der alpinen Ski-Saison in Sölden gewonnen. Im Riesenslalom auf dem Rettenbachferner siegte die 25-Jährige mit 1,44 Sekunden Vorsprung vor Slalom-Olympiasiegerin Mikaela Shiffrin aus den USA. Dritte wurde überraschend die Italienerin Marta Bassino (+1,93).

Das Trio hatte in dieser Reihenfolge das Feld schon nach dem ersten Durchgang angeführt. Für Gut war es der insgesamt 19. Weltcupsieg, der fünfte im Riesentorlauf.

Für die deutschen Läuferinnen war in Abwesenheit des verletzten Viktoria Rebensburg nichts zu holen. Lena Dürr (Germering) fuhr im zweiten Durchgang immerhin noch von Platz 30 auf 21 vor und holte damit Weltcup-Punkte. Katrin Hirtl-Stanggaßinger (Königssee) verfehlte den zweiten Lauf als 38. um 0,60 Sekunden.

Rebensburg hatte bei einem Trainingssturz Anfang Oktober einen unverschobenen Schienbeinkopfbruch im rechten Knie erlitten und muss noch einige Wochen pausieren.Am Sonntag (10/13.00 Uhr) steht in Sölden der Riesenslalom der Männer mit den deutschen Hoffnungsträger Felix Neureuther, Fritz Dopfer (beide Garmisch) und Stefan Luitz (Bolsterlang) an.

Fußballgötter

Neues aus der Wohlfühlzone

Fußball: Italiens Weltmeister-Macher Marcello Lippi soll die chinesische Fußball-Nationalmannschaft zur WM-Endrunde 2018 in Russland führen. Der chinesische Verband (CFA) ernannte den 68-Jährigen am Samstag zum Nachfolger des entlassenen Trainers Gao Hongbo. Die Auswahl des bevölkerungsreichsten Landes der Erde, die lediglich 2002 bei einer WM vertreten war, ist im Kampf um einen Startplatz in Russland nach Niederlagen gegen Syrien und Usbekistan deutlich im Hintertreffen.

Lippi, der Italien 2006 in Deutschland zum vierten WM-Triumph geführt hatte, genießt in China aufgrund seiner Erfolge mit dem nationalen Spitzenklub Guangzhou Evergrande zwischen 2012 und 2014 einen hervorragenden Ruf. Erst im vergangenen Monat hatte der Coach in Guangzhou einen neuen Vertrag als Trainer ab Januar 2017 unterzeichnet. Von diesem wurde er nun im Interesse des Nationalteams entbunden.

2. Bundesliga: Arminia Bielefeld hat sich von Trainer Rüdiger Rehm getrennt. Das teilte der in dieser Saison noch sieglose Club am Samstag mit. Bielefeld hatte am Freitagabend 0:4 bei Fortuna Düsseldorf verloren und konnte damit auch am zehnten Spieltag nicht den ersten Sieg feiern. Durch die hohe Niederlage rutschte die Arminia mit weiterhin fünf Punkten auf den letzten Platz ab. Die Trennung von Rehm und dessen Assistenten Mike Krannich sei nicht leicht gefallen, erklärte Geschäftsführer Samir Arabi, betonte aber: "Als Resultat der zuletzt enttäuschenden Entwicklungen sahen wir uns gezwungen zu handeln."

Turnen: Olympiasieger Fabian Hambüchen beklagt die ungerechte Verteilung von Sponsorengeldern zu Lasten der Sportler. In einem Interview des Nachrichtenmagazin Focus sagte Hambüchen: "Die Verbände raffen lieber selber alles zusammen, was sie kriegen können, und geben uns Peanuts."

Hambüchens Kritik zielt sowohl auf den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) wie auch auf Fachverbände wie den Deutschen Turner-Bund (DTB). "Ohne uns Spitzensportler aber würden die Verbände kein Sponsorengeld verdienen, also müssen die Sportler entsprechend vergütet werden", forderte der 28-Jährige.

Der Goldmedaillengewinner von Rio de Janeiro brachte sich und andere Spitzensportler ins Spiel, die sich gemeinsam für die Rechte der Athleten einsetzen und Reformen in den Verbänden auf den Weg bringen könnten. "Was mir vorschwebt, ist ein Team von ehemaligen Sportlern aus aller Welt", sagte er.