Sieben Kurven der Formel 1Der dritte Ferrari-Eklat in Serie

Der Streit zwischen Vettel und Leclerc eskaliert - und jeder sucht seine eigene Vorfahrtsregel. Der Teamchef verzweifelt. Die Höhepunkte des Formel-1-Wochenendes.

Lewis Hamilton

Achter Doppelsieg für Mercedes, neunter Erfolg für Lewis Hamilton in diesem Jahr. War da so was wie eine Krise nach der Sommerpause? In Sotschi hat nichts mehr darauf hingedeutet. Hamilton zieht noch mehr Energie aus der Tatsache, auch in einem vom Tempo her nicht mehr führenden Auto gewinnen zu können. Weil das noch ein bisschen mehr Ehre gibt. "Es hat einen besonderen Tag gebraucht, sie zu schlagen", sagt der WM-Tabellenführer. Einen Hamilton-Moment, "Hammer-Time" genannt. Zum 143. Mal hat er in Sotschi ein Rennen angeführt, und damit Michael Schumacher in dieser Spitzenreiter-Wertung überholt.

Der sechste Weltmeistertitel wird dem Briten kaum noch zu nehmen sein, er hat bei noch fünf Rennen 73 Zähler Vorsprung auf Valtteri Bottas - und der ist ein in jeder Hinsicht zuverlässiger Adjudant. Schon beim nächsten WM-Lauf kann Mercedes theoretisch Konstrukteurs-Weltmeister werden. Hamilton bezieht seine Zusatzpower weiterhin aus dem ebenbürtigen Vergleich mit den Ferrari-Fahrern: "In einem Duell wie diesem gibt man immer alles, lässt keinen Stein auf dem anderen und stellt alles in Frage, was man besser machen kann."

Bild: dpa 30. September 2019, 09:512019-09-30 09:51:20 © SZ.de/ebc