Formel 1 in BudapestDer Weltmeister durchbricht die Mercedes-Dominanz

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Die erste Pole Position seit vergangenen Herbst: Weltmeister Lando Norris überrascht in Budapest.
Die erste Pole Position seit vergangenen Herbst: Weltmeister Lando Norris überrascht in Budapest.
Darko Vojinovic/AP Photo

In der Qualifikation zum Großen Preis von Ungarn setzt sich Lando Norris durch. Damit steht in dieser Saison erstmals kein Mercedes vorn. Audi-Pilot Nico Hülkenberg schafft es auf den zehnten Startplatz.

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Die Serie von Mercedes in der Formel 1 ist gerissen, im elften Hauptrennen der Saison steht erstmals kein Silberpfeil auf dem ersten Startplatz: Auf die Pole-Position ist in Budapest McLaren-Pilot Lando Norris gefahren. Der britische Weltmeister setzte sich in der Qualifikation für den Großen Preis von Ungarn am Sonntag (15 Uhr, Sky) mit einer Runde von 1:17,207 Minuten äußerst knapp durch vor seinem Landsmann Lewis Hamilton im Ferrari (+0,012 Sekunden) und dessen Teamkollege Charles Leclerc (+0,238).

Weil die Rennkommissare am Samstagabend entschieden, dass Oscar Piastri auf seiner schneller Runde von Hamilton behindert worden war, wurde der siebenmalige Weltmeister um drei Plätze auf Rang fünf strafversetzt. „Wir hatten eindeutig das Auto für die Pole Position, aber ich habe einfach nicht abgeliefert“, monierte Hamilton. Und auch der ursprünglich viertplatzierte WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli verlor drei Ränge wegen zu schnellen Fahrens während einer Gelb-Phase nach einem Dreher von Max Verstappen kurz vor dem Ende – er muss als Siebter starten.

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„Ich bin schon fast ein bisschen überrascht, dass ich ganz oben stehe“, sagte Norris. Für ihn war es die 17. Pole in seiner Karriere und die erste seit Las Vegas im vergangenen Herbst. Nach einer bislang durchwachsenen Saison hat der Titelverteidiger damit beste Chancen auf seinen ersten Sieg in diesem Jahr: „Das Auto fühlt sich schon die ganze Zeit gut an, deshalb freue ich mich für das Team. Morgen haben wir aber noch eine große Aufgabe vor uns.“ Sein Teamkollege Piastri wird als Dritter, der viermalige Weltmeister Verstappen (Red Bull) als Vierter beginnen.

Antonellis Teamkollege George Russell, der auf seiner letzten Runde aufgrund eines Wasserlecks ausrollte, wurde lediglich Siebter, rutschte durch die Strafe gegen Antonelli aber noch auf Rang sechs vor. Teamchef Toto Wolff sagte bei Sky, dass der Mercedes „einfach nicht gut genug“ gewesen sei: „Wir wussten, Budapest wird schwierig. Es war immer eine McLaren- und Ferrari-Strecke.“

Der einzige deutsche Fahrer Nico Hülkenberg bestätigte den positiven Eindruck des Audis auf dem Hungaroring und geht von Platz zehn ins Rennen. Die Hoffnungen auf die ersten Punkte des Jahres steigen. Auch Fernando Alonso feierte mit dem runderneuerten Aston Martin einen kleinen Erfolg: Der spanische Routinier, der mit 16 Upgrades am Auto am Start ist, qualifizierte sich auf Rang 16. Zum ersten Mal in dieser Saison zog ein Wagen des britischen Rennstalls in die zweite Qualifikationsrunde ein.

Nach dem Rennen in Budapest verabschiedet sich die Formel 1 in die Sommerpause. Nach der vierwöchigen Unterbrechung geht es für die Fahrer vom 21. bis 23. August im niederländischen Zandvoort weiter.

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