Formel 1Beben bei Audi: Der Teamchef geht

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Soll den Rennstall verlassen: Der Brite Jonathan Wheatley.
Soll den Rennstall verlassen: Der Brite Jonathan Wheatley. Sander Koning/ANP/dpa
  • Audi-Formel-1-Teamchef Jonathan Wheatley verlässt den Rennstall mit sofortiger Wirkung nach nur zwei Saisonrennen.
  • Mattia Binotto übernimmt zusätzlich zu seiner Rolle als Projektleiter auch die Aufgaben des Teamchefs bei Audi.
  • Spekulationen besagen, dass Wheatley zum Konkurrenten Aston Martin wechseln könnte, um dort Adrian Newey als Teamchef zu ersetzen.
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Bei dem deutschen Formel-1-Rennstall gibt es einen überraschenden Wechsel an der Spitze. Jonathan Wheatley wird schon bei einem Konkurrenten gehandelt.

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Das neue Formel-1-Werksteam von Audi muss schon nach zwei Saisonrennen den Teamchef wechseln. Der Brite Jonathan Wheatley werde den Rennstall mit sofortiger Wirkung verlassen, teilte der Autobauer mit. Mattia Binotto, Leiter des Formel-1-Projekts von Audi, werde nun auch die Aufgaben des Teamchefs übernehmen. Der 56-Jährige war auch schon Teamchef bei Ferrari und setzte seinerzeit die Trennung von Sebastian Vettel durch.

Audi kündigte allerdings an, die vollständige künftige Führungsstruktur werde zu einem späteren Zeitpunkt festgelegt. Das Team werde seine „Organisationsstrukturen kontinuierlich weiterentwickeln, um unser gemeinsames Ziel nachhaltig zu erreichen“, wurde Konzernchef Gernot Döllner zitiert.

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Der Abschied von Wheatley trifft Audi mit dem deutschen Stammpiloten Nico Hülkenberg (38) mitten im weiteren Aufbauprozess des Teams. Der 58-Jährige hatte das Amt vor knapp einem Jahr übernommen, als der Rennstall noch unter dem vorherigen Namen Sauber unterwegs war. Davor hatte Wheatley lange für Red Bull gearbeitet und in verschiedenen Führungspositionen WM-Titel mit dem Team gefeiert. Medien zufolge war er aber zuletzt daran interessiert, seinen Lebensmittelpunkt vom Teamsitz in der Schweiz wieder zurück in seine englische Heimat verlegen zu können.

Spekuliert wird, dass Wheatley zum Konkurrenten Aston Martin wechselt und dort die Aufgaben von Adrian Newey als Teamchef übernimmt. Bei dem Team konnte in dieser Saison wegen Problemen mit Motorenpartner Honda noch keiner der beiden Piloten ein Rennen zu Ende fahren. Der in der Formel 1 als Design-Genie verehrte Newey soll sich daher noch mehr auf die Entwicklung eines konkurrenzfähigen Wagens konzentrieren.

Aston-Martin-Teambesitzer Lawrence Stroll stärkte Teilhaber Newey in einem Statement den Rücken. Newey konzentriere sich vor allem auf die strategische und technische Führung des Rennstalls und erbringe dort herausragende Leistungen. „Wir werden regelmäßig von Führungskräften anderer Teams kontaktiert, die zu Aston Martin Aramco wechseln möchten. Gemäß unserer Unternehmensrichtlinie kommentieren wir jedoch keine Gerüchte und Spekulationen“, fügte Stroll hinzu.

Offen ist ohnehin, ob Wheatley sofort für Aston Martin verfügbar wäre oder zunächst aus vertraglichen Gründen von Audi eine Pause auferlegt bekommt, ehe er einen neuen Job antreten darf.

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