Süddeutsche Zeitung

Football Leaks:Strafzuschlag für Mesut Özil

  • Auch der Name des deutschen Nationalspielers wird in den "Football Leaks" genannt.
  • Laut Medienberichten muss Mesut Özil viel Geld nachzahlen.
  • Es geht um Berater-Honorare aus seiner Zeit bei Real Madrid.

Nach Informationen eines internationalen Rechercheverbundes, darunter das deutsche Nachrichtenmagazin Der Spiegel, musste der deutsche Fußball-Nationalspieler Mesut Özil etwas mehr als zwei Millionen Euro Steuern an den spanischen Fiskus nachzahlen. Außerdem forderten die Steuerbehörden einen Strafzuschlag von 789 963 Euro. Die Nachzahlung habe Özil geleistet, gegen den Strafzuschlag aber Widerspruch eingelegt, schreibt der Spiegel.

Die Informationen stammen aus einem Datensatz, den die Plattform "Football Leaks" dem Rechercheverbund zur Verfügung gestellt hat. Demnach soll nach seinem Wechsel zu Real Madrid im Sommer 2010 Mesut Özils damaliger Berater Reza Fazeli ein Honorar von 1,2 Millionen Euro vom Klub bekommen haben.

Nach Özils Wechsel zum FC Arsenal soll sein neuer Berater Erkut Sögüt vom Londoner Verein ein Honorar von 1,47 Millionen Euro erhalten haben. Da Mesut Özil seine Berater nicht selbst entlohnte, sondern die jeweiligen Kubs, werteten die Behörden diese Zahlungen als Einkommensvorteil, den Özil hätte versteuern müssen.

Mesut Özils Anwalt sagte, es gebe gegen seinen Mandanten kein Ermittlungs- oder Strafverfahren in Spanien, nur ein von Özil betriebenes Zivilverfahren. Laut Özils Anwalt würden die Daten den Sachverhalt falsch widergeben. Der Spiegel schreibt, dafür gebe es keine Anzeichen.

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Quelle:
SZ vom 04.12.2016 / sz/ebc
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