Beim Anblick des 3:3 der DFB-Elf im Weserstadion gegen die Ukraine mag den einen oder anderen Zeugen ein Gefühl beschlichen haben, das ihm aus der jüngeren deutschen Länderspiel-Vergangenheit bereits bekannt ist. Es handelt sich um das späte Jogi-Gefühl, das sich vom frühen sowie vom gehobenen Jogi-Gefühl elementar unterscheidet: Anstatt optimistischer, wohlwollender oder sogar euphorischer Emotionen löst es beim Zuschauer Unwohlsein, Irritationen und Unverständnis aus - bei Funktionären des Deutschen Fußball-Bundes aus gegebenem Anlass auch mittelschwere Angststörungen.
MeinungHansi Flick:Beunruhigende Parallelen zum späten Löw
Kommentar von Philipp Selldorf
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Das 3:3 gegen die Ukraine verstärkt den Eindruck, dass die Nationalelf unter Bundestrainer Flick nicht vorankommt. Längst ist das keine Momentaufnahme mehr. Richtung Heim-EM deutet sich ein doppeltes Problem an.
