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FC Bayern vor Hoffenheim-Spiel:Ob Martínez gegen Hoffenheim noch dabei ist?

Noch bis zum 5. Oktober ist das Transferfenster geöffnet, und es ist davon auszugehen, dass sich noch einiges tut beim Rekordmeister. Javi Martinez steht nach seinen Großtaten im Supercup vor dem Absprung, doch der Transfer in die Heimat nach Bilbao zieht sich. Bei Sky Sports News HD meldeten sie sogar, dass er zu platzen droht, weil die Basken nicht die von den Bayern geforderten zehn Millionen Euro bezahlen wollen. Eine Alternative für den 32-Jährigen könnte auch ein lukrativer Wechsel nach Saudi-Arabien sein. Flick hatte in dieser Causa keine neuen Infos: "Solange er hier ist, werde ich mit ihm planen. Javi hat sehr viel geleistet", sagte er.

Gut möglich also, dass Martinez auch in Hoffenheim noch dabei ist. Ausgerechnet gegen die TSG hatte er im vergangenen Oktober seinen dunkelsten Moment als Münchner, als ihn der damalige Coach Niko Kovac 90 Minuten auf der Bank schmoren ließ - obwohl Not am Mann war. Martinez schluchzte damals in den Armen von: Flick.

Der Bayern-Trainer beherrscht seit seiner Ankunft ja nicht nur taktische Kniffe und die Kunst der Gier-Vermittlung, sondern ist auch ums Binnenklima sehr bemüht. Keiner soll sich abgehängt fühlen, alle werden gebraucht, es gibt für jeden Gelegenheiten, so sein Credo. Zuletzt durften sogar junge Kräfte wie der 17-jährige Jamal Musiala ran, der prompt ein Tor gegen Schalke schoss. Auch Corentin Tolisso und Alphonso Davies bekamen wieder ihre Minuten.

Flick ist bewusst, dass er die Belastungen seiner Spieler durch diese verzwickte Coronaphase hindurchsteuern muss, dass er genau hinschauen muss, wenn sich selbst ein Athlet wie Leon Goretzka gegen Sevilla über den Platz schleppt. "Wir müssen gucken, wie alle beisammen sind", beschrieb er es. " In dieser Phase muss man auch mal entlasten, man muss regenerieren." Es nütze "nichts, wenn wir immer sagen, wie kaputt wir sind".

Trotzdem wird die Partie gegen zuletzt gut aufgelegte Hoffenheimer natürlich kein Wellness-Nachmittag. Was bei der TSG so passiert, hat Flick genau im Auge, er war schließlich selbst mal dort tätig. Und er kennt Hoffenheims neuen Trainer sehr genau: Mit Sebastian Hoeneß arbeitete er selbst kürzlich noch in München zusammen, als der Trainer der zweiten Bayern-Mannschaft war. "Er wurde in seinem ersten Jahr ruckzuck Meister in der 3. Liga und hat einen herausragenden Job gemacht", befand Flick, der durchblicken ließ, dass Hoffenheim eher wie Sevilla spielt. "Er mag modernen Fußball." Ein Achtzunull ist also eher nicht zu erwarten.

© SZ/mkoh
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