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Financial Fairplay:ManCity und PSG dürfen wieder mehr Geld ausgeben

Die Uefa will beide Vereine aber weiter "unter strenger Überwachung" halten. Zwei DFB-Spielerinnen fallen für das Spiel um Platz drei aus. Golfprofi Tiger Woods macht einen kleinen Schritt aus der Krise.

Uefa: Die Uefa hat Financial-Fairplay-Strafen gegen Manchester City und Parin Saint-Germain verringert. Beide Vereine haben verordnete Ausgabegrenzen aus dem vergangenen Jahr eingehalten. Nach der Entscheidung der Europäischen Fußball-Union vom Freitag können ManCity und PSG wieder mehr Geld für Spielertransfers und Löhne ausgeben. Beide Vereine vermieden eine Strafzahlung von 20 Millionen Euro aus dem Preisgeld der Champions League der vergangenen Saison. Diese wären bei weiter überbordenden Investitionen fällig geworden. ManCity und PSG können nun in der Champions League wieder einen Kader mit 25 Spielern melden.

Als Teil einer ersten Uefa-Sanktion vom Mai 2014 waren in der abgelaufenen Saison nur 21 Spieler berechtigt gewesen. Manchester City und der französische Meister Paris Saint Germain, die aus Abu Dhabi beziehungsweise Katar mit großen Summen finanziert werden, gehören zu den größten Sündern beim Financial Fair Play. Die Uefa teilte mit, dass die beiden Vereine weiterhin "unter strenger Überwachung" stünden und "einigen Einschränkungen im Jahr 2016" unterworfen seien. Nach den Regeln des Financial Fair Play dürfen die Vereine nicht mehr ausgeben als sie einnehmen.

Frauenfußball-WM: Fußball-Bundestrainerin Silvia Neid muss bei der WM in Kanada im Spiel um Platz drei am Samstag (22.00 MESZ/ARD und Eurosport) gegen England ohne die Mittelfeldspielerinnen Dzsenifer Marozsan und Lena Lotzen auskommen. Marozsan (23) leidet an einer Sehnenreizung in Folge ihrer Bänderdehnung im linken Sprunggelenk, Lotzen (21) an einem Überlastungssyndrom mit Sehnenreizung an der rechten Hüfte, an der sie schon seit einer Woche laboriert. Das teilte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Donnerstag mit. Alexandra Popp (24) ist trotz ihrer am Dienstag im Halbfinale gegen die USA (0:2) erlittenen Kopfverletzung für das kleine Finale in Edmonton einsatzfähig und würde zum Schutz der mit fünf Stichen genähten Platzwunde mit einem Spezial-Helm auflaufen.

Golf: Golfprofi Alex Cejka (München) hat beim US-Turnier in White Sulphur Springs einen soliden Start hingelegt. Der 44-Jährige spielte zum Auftakt der Greenbrier Classic auf dem Par-70-Kurs eine 68, belegte damit aber dennoch zunächst nur den geteilten 48. Platz. Der ehemalige Golf-Weltranglistenerste Tiger Woods machte derweil mit einer guten 66er-Runde und Platz zwölf einen kleinen Schritt aus der Krise. Der 14-malige Major-Sieger aus den USA war zuletzt bei den US Open nach Runden mit 80 und 76 Schlägen am Cut gescheitert. "Ich habe mich gut gefühlt", sagte Woods. In Führung liegt bei dem mit 6,7 Millionen Dollar dotierten PGA-Turnier im Bundesstaat West Virginia der US-Amerikaner Scott Langley, der starke acht Schläge unter Par blieb.

Volleyball: Der VfB Friedrichshafen und die Berlin Volleys bekommen es in der Volleyball-Champions-League mit schweren Gegnern zu tun. Der deutsche Rekordmeister Friedrichshafen trifft in Gruppe B auf Ziraat Ankara (Türkei), Paris Volley (Frankreich) und Dinamo Moskau (Russland). Der Meisterschafts-Zweite aus Berlin misst sich in Staffel A mit Marek Dupnitsa (Bulgarien), Arkas Izmir (Türkei) und Belogorie Belgorod (Russland). Dies ergab die Auslosung am Donnerstagabend in der Wiener Hofburg. Vom 3. November bis zum 26. Januar 2016 wird die Gruppenphase in sieben Staffeln ausgespielt. Danach steigen die Playoffs. Das Final Four wird am 16. und 17. April kommenden Jahres ausgetragen. Der deutsche Frauen-Meister Dresdner SC hat es ab Ende Oktober in Gruppe E nicht leicht. Das Team aus Sachsen will gegen Impel Wroclaw (Polen), Telekom Baku (Aserbaidschan) und Fenerbahce Istanbul (Türkei) das Weiterkommen packen. Vizemeister Allianz MTV Stuttgart muss sich in Staffel A auf schwere Gegner und lange Dienstreisen einstellen. Die Schwäbinnen treffen auf Azeryol Baku und dessen Lokalrivale Lokomotive Baku (Aserbaidschan) sowie Dinamo Kasan (Russland).

Handball, Karabatic: Welthandballer Nikola Karabatic verlässt Champions-League-Sieger FC Barcelona vorzeitig. Wie die Katalanen am Donnerstag mitteilten, macht der französische Welt- und Europameister sowie Olympiasieger von einer Kündigungsklausel in seinem bis 2017 laufenden Vertrag Gebrauch. Über einen Wechsel des 31-Jährigen in seine Heimat zu Paris St. Germain wird schon länger spekuliert. Der Ex-Kieler spielte seit 2013 für Barcelona. Mit den Spaniern gewann Karabatic insgesamt zwölf Titel, darunter Ende Mai die Champions League in Köln. Karabatic und 15 weitere Personen müssen sich derzeit vor einem Strafgericht verantworten. Die Beschuldigten, zu denen auch Karabatics Lebensgefährtin Géraldine Pillet und sein Bruder Luka gehören, waren nach einem Spiel seines damaligen Arbeitgebers Montpellier AHB beim abstiegsgefährdeten Klub Cesson Rennes im Mai 2012 ins Visier der Justiz geraten. Es bestand der Verdacht, dass die Spieler ein Auswärtsspiel manipulierten, um mit selbst platzierten oder durch Angehörige getätigte Wetten auf einen Halbzeitrückstand Geld zu kassieren. Am 2. Oktober 2012 wurde gegen Karabatic ein Strafverfahren eingeleitet. Erst Mitte Juni wies der Rückraumspieler die Beteiligung an einer Spielmanipulation vor Gericht erneut zurück.

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