Senegal gewinnt nach Beinahe-AbbruchChaos-Finale beim Afrika-Cup

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Senegals Idrissa Gueye bejubelt den Sieg im Finale des Afrika-Cups.
Senegals Idrissa Gueye bejubelt den Sieg im Finale des Afrika-Cups. (Foto: Siphiwe Sibeko/Reuters)
  • Senegal gewinnt das Afrika-Cup-Finale gegen Gastgeber Marokko 1:0 nach Verlängerung durch ein Tor von Pape Gueye in der 94. Minute.
  • Das Spiel drohte abzubrechen, nachdem Senegals Spieler aus Protest gegen eine strittige Elfmeterentscheidung 20 Minuten lang in die Kabine marschierten.
  • Marokkos Brahim Díaz vergab den umstrittenen Elfmeter in der 24. Minute der Nachspielzeit mit einem Lupfer in die Tormitte.
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Dubiose Schiedsrichter-Pfiffe, ein 20-minütiger Streik und ein fahrlässig vergebener Elfmeter in der 24. Minute der Nachspielzeit: Senegal siegt in einem denkwürdigen Afrika-Cup-Finale gegen Marokko 1:0.

Begleitet von chaotischen Szenen und einem drohenden Spielabbruch hat Senegals Fußball-Nationalmannschaft zum zweiten Mal den Afrika-Cup gewonnen. Vier Jahre nach dem Triumph in Kamerun siegte das Team um Angreifer Sadio Mané im Finale gegen Gastgeber Marokko 1:0 (0:0, 0:0) nach Verlängerung. Das entscheidende Tor in Rabat erzielte Pape Gueye in der 94. Minute mit einem sehenswerten Schuss aus rund 16 Metern in den Winkel.

Zur tragischen Figur auf marokkanischer Seite avancierte Brahim Díaz, der mit der letzten Aktion vor der Verlängerung in der 24. Minute der Nachspielzeit einen Elfmeter kläglich vergab. Vor der Ausführung durch den Offensivspieler von Real Madrid hatte es fast 20 Minuten lang intensive Diskussionen gegeben. Aus Protest gegen die aus ihrer Sicht falsche Entscheidung waren Senegals Spieler zwischenzeitlich sogar in die Kabine marschiert. Kurzzeitig drohte ein Abbruch.Auslöser der tumultartigen Szenen war ein Zweikampf zwischen Díaz und Senegals El Hadji Malick Diouf. Nach einem leichten Halten im Strafraum forderte Díaz energisch Elfmeter. Unter großem Protest der Senegalesen schaute sich Schiedsrichter Jean-Jacques Ndala Ngambo aus der Demokratischen Republik Kongo die Szene noch mal am TV-Schirm an – und zeigte danach auf den Punkt.

Díaz lupft den Elfmeter einfach nur in die Mitte, Torwart Mendy hält mühelos

Anschließend nahm das Drama seinen Lauf: Senegals Spieler und Betreuer wüteten, Trainer Pape Thiaw beorderte seine Spieler sogar in die Kabine. Dort blieben sie nicht lange. Der Ex-Münchner Mané forderte seine Teamkollegen als Erster auf, wieder auf den Rasen zurückzukehren. Als Díaz schließlich ran durfte, entschied er sich für einen Lupfer in die Tormitte. Torwart Edouard Mendy blieb stehen und hielt den Ball mühelos fest.

Der Frust bei Mané und Co. war auch deshalb groß gewesen, weil ihnen der Unparteiische kurz vor der Elfmeterszene ein Tor nach einem Eckball wegen eines Foulspiels an Hakimi aberkannt hatte – ebenfalls eine äußerst strittige Entscheidung. In der Verlängerung, in der beide Teams gute Chancen hatte, wirkten die Senegalesen physisch und psychisch den einen Tick besser. Nach Gueyes Traumtor, der den Ball im Fallen perfekt traf, verteidigten die Senegalesen leidenschaftlich. Der stark haltende Bono verhinderte das 2:0 – am Ende eines denkwürdigen Endspiels war es egal. Zum zweiten Mal nach 2022 krönte sich Senegal zum Champion von Afrika.

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