Endlich gilt jemand als verantwortlich für den größten Sündenfall dieser Weltmeisterschaft! Er kommt aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, heißt Mohammad al-Kamali und sitzt der Fifa-Disziplinarkommission vor. Der Rechtskundige aus dem Herrschertum am Golf soll ganz allein das famose Balogun-Urteil gefällt haben! So heißt es nun in Fußball-Kreisen, wobei die Fifa selbst offiziell natürlich nichts dazu sagt. Es gibt also jemanden, es hat bloß zwei Wochen gedauert, der spektakulärste Eingriff in den WM-Spielbetrieb hat ein Gesicht. Al-Kamali dementiert das nicht, er schweigt nur eisern, wenn ihn irgendwo Kameras oder Mikrofone wie die von der BBC erwischen. Das Ganze ist ja auch, nun ja, schwer zu erklären.
MeinungFall BalogunJedes Nudelsieb ist wasserdichter als der Vortrag der Fifa
Kommentar von Thomas Kistner
Lesezeit: 3 Min.

Die Affäre Trump/Balogun geht weiter: Ein Jurist aus den Emiraten soll als Einzelrichter die Rotsperre aufgehoben haben. Es wird Zeit, dass dieser Skandal richtig untersucht wird.
