Fußball-WeltverbandInfantino kandidiert erneut als Fifa-Präsident

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Gianni Infantino war 2016 auf Joseph Blatter gefolgt und ist zweimal im Amt bestätigt worden. Nun will er eine dritte Amtszeit als Fifa-Präsident absolvieren.
Gianni Infantino war 2016 auf Joseph Blatter gefolgt und ist zweimal im Amt bestätigt worden. Nun will er eine dritte Amtszeit als Fifa-Präsident absolvieren. Darryl Dyck/The Canadian Press/dpa

Beim Kongress des Fußball-Weltverbandes kündigt Gianni Infantino an, sich zum vierten Mal zum Präsidenten wählen lassen zu wollen. Zuvor hatte der Fifa-Präsident versichert, Iran werde an der WM in den USA teilnehmen.

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Gianni Infantino stellt sich im kommenden Jahr zum dritten Mal zur Wiederwahl als Fifa-Präsident. Der 56-Jährige kündigte seine Kandidatur für eine weitere Amtszeit beim Kongress des Weltverbands in Vancouver an. „Ich will bestätigen, dass ich im kommenden Jahr Kandidat für die Wahl des Fifa-Präsidenten sein werde“, sagte Infantino an die Vertreter der Mitgliedsverbände gerichtet.

Infantino war 2016 auf Joseph Blatter gefolgt und zweimal jeweils ohne Gegenkandidaten im Amt bestätigt worden. Laut Statuten darf ein Fifa-Präsident maximal drei Amtszeiten absolvieren. Da Infantinos erste knapp dreieinhalb Jahre als Präsident nach der Interpretation der Fifa jedoch nicht angerechnet werden, kann er 2027 erneut für vier Jahre dann bis 2031 in eine letzte Amtszeit gewählt werden.

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Die vielen Probleme rund um die Fußball-WM 2026 und der Führungsstil von Gianni Infantino erzeugen in der Fifa zunehmend Unruhe. Nun versucht der Weltverband gegenzusteuern: Er erhöht die Zuwendungen für die Fußballfamilie.

Von Johannes Aumüller und Thomas Kistner

Ein Gegenkandidat hat sich noch nicht erklärt. Infantinos Führungsstil und die vielen Probleme rund um die WM 2026 führen allerdings zu viel Kritik auch in der Fifa. Vor drei Wochen hatte sich dennoch das Council des südamerikanischen Kontinentalverbands Conmebol einstimmig für eine Wiederwahl Infantinos ausgesprochen. Die afrikanischen und asiatischen Verbände kündigten kurz vor dem Kongress ihre Unterstützung an. Damit hätte Infantino bereits jetzt die erforderliche Mehrheit für eine Wiederwahl. Aus dem europäischen Fußball hatte es in der Vergangenheit mehrfach Kritik an der Amtsführung des Schweizers gegeben. Der Deutsche Fußball-Bund hatte ihm bei der letzten Wiederwahl die direkte Unterstützung versagt. Mittlerweile ist das Verhältnis wieder normalisiert, wie der Verband und Infantino selbst versicherten.

Am Dienstag hatte das Fifa-Council den offiziellen Zeitplan für die nächste Präsidentenkür beschlossen. Die Wahlperiode beginnt heute, bis zum 18. November können Kandidaten von den Mitgliedsverbänden vorgeschlagen werden. Die Wahl findet beim Fifa-Kongress am 18. März 2027 im marokkanischen Rabat statt.

„Iran wird an der WM 2026 teilnehmen. Und natürlich wird Iran in den USA spielen“, sagt Gianni Infantino

Zuvor hatte Infantino bei seiner Rede versichert, dass Iran an der WM in diesem Sommer teilnehmen wird. „Wir müssen vereinen, wir müssen die Menschen zusammenbringen. Fußball vereint die Welt“, sagte Infantino. Er habe keinen Zweifel: „Iran wird an der WM 2026 teilnehmen. Und natürlich wird Iran in den USA spielen“, sagte Infantino.

Schon vor zwei Wochen hatte er bekräftigt, dass Iran trotz des Kriegs mit den USA „auf jeden Fall“ an der WM teilnehmen werde.
US-Präsident Donald Trump hatte Iran erst im März von einer Teilnahme abgeraten und Sicherheitsbedenken angeführt. Am Donnerstag sagte er, dass es „okay“ für ihn sei, „wenn Gianni das sagt“. Infantino sei „fantastisch, er ist ein Freund von mir. Ich habe Gianni gesagt, er könne machen, was er will. Lasst sie spielen. Der amerikanische Außenminister Marco Rubio erklärte zuletzt, dass die Entscheidung über eine WM-Teilnahme beim Iran liege. Gleichzeitig sagte er aber auch: „Das Problem mit Iran wären nicht die Sportler. Es wären einige der anderen Leute, die sie mitbringen wollen.“

Derzeit gilt in dem militärischen Konflikt zwar eine Waffenruhe. Diese steht kurz vor dem Ende, die Verhandlungen über eine dauerhafte Beilegung des Kriegs sind ins Stocken geraten. Am Kongress in Vancouver nahm der iranische Fußball-Verband nicht teil. Präsident Mehdi Tadsch wurde auf dem Weg nach Vancouver laut Medienberichten bei der Einreise nach Kanada an der Grenze abgewiesen. Das berichtete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim. Auch bei der WM-Auslosung im Dezember 2025 in Washington war die Delegation Irans nicht anwesend.

Das iranische Nationalteam will zehn Tage vor dem eigenen WM-Auftaktspiel am 15. Juni (Ortszeit) gegen Neuseeland nahe Los Angeles in die USA reisen. Das teilte Cheftrainer Amir Ghalenoei mit. Derzeit absolviert die Mannschaft ein erstes Trainingslager in der Türkei. Dort sind auch drei Vorbereitungsspiele geplant. Iran spielt in der Gruppe G auch gegen Belgien und Ägypten. Zwischenzeitlich hatte Iran die Möglichkeit ausgelotet, seine Partien im Co-Gastgeberland Mexiko austragen zu können.

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