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Fifa:Klopp kritisiert Spielplan

Zwei Pflichtspiele binnen 22 Stunden: Die Klub-WM stellt den FC Liverpool und Trainer Jürgen Klopp vor eine ungewöhnliche Herausforderung und zeigt den Termin-Irrsinn im modernen Fußball auf. Auch nach der Ankunft im Khalifa International Stadium in Doha, wo die Engländer am Mittwoch (18.30 Uhr) im Halbfinale auf CF Monterrey aus Mexiko treffen, brachte Klopp seine Missstimmung zum Ausdruck: "Wenn man mich fragen würde, ob eine Klub-WM mitten in der Saison sinnvoll ist, würde ich Nein sagen."

Am Dienstagabend stand für Liverpool das Viertelfinale im englischen Ligapokal bei Aston Villa im Terminkalender (bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe nicht beendet). "Wir hätten es uns anders gewünscht", sagte Klopp, der das ungewöhnliche Problem durch Prioritätensetzung löste: Im League Cup trat Liverpools U23 an. bei der Klub-WM spielt die Profielf: "Wir sind hier", betonte Klopp, "und wir sind nicht so weit geflogen, um nicht voll da zu sein." Die Klub-WM fehlt dem FC Liverpool nämlich noch in seiner imposanten Trophäensammlung. 1981 und 1984 scheiterten die Reds im alten, 2005 im neuen Turniermodus. "Wir haben noch ein bisschen was im Tank", sagte Klopp.

Einen Seitenhieb auf den Weltverband konnte er sich aber nicht verkneifen. "Der Fifa gefällt vermutlich nicht, was ich sage", so Klopp, "aber an kann nicht immer noch mehr Turniere hinzunehmen, das funktioniert nicht." Nur fünf Tage nach dem WM-Finale folgt für Liverpool am Boxing Day (26. Dezember) das Spitzenspiel der Premier League bei Leicester City.

© SZ vom 18.12.2019 / sid

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