WMFifa hält an Investorenplänen fest

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Gianni Infantino (li.) und Donald Trump wollen mit dem Fußball viel Geld verdienen. Die Uefa lehnt die Pläne ab.
Gianni Infantino (li.) und Donald Trump wollen mit dem Fußball viel Geld verdienen. Die Uefa lehnt die Pläne ab.
Dylan Martinez/Reuters

Die Uefa leistet massiven Widerstand gegen den von Gianni Infantino vorgeschlagenen WM-Deal. Jetzt reagiert der Weltverband mit erstaunlichen Aussagen – und bekräftigt seine Haltung.

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Nach der Boykott-Drohung der Uefa hat die Fifa die Pläne zur Gründung einer Tochtergesellschaft, mit der ein Teil der kommerziellen Rechte an Fifa-Turnieren an Investoren verkauft werden sollte, verteidigt. „Wir respektieren die öffentlich geäußerten Rückmeldungen und Bedenken und bekräftigen unser Bekenntnis zu einer offenen und demokratischen Konsultation“, teilte der Fußballweltverband in einem Statement mit.

Die Fifa gab an, der geplante Konsultationsprozess sei durch fehlerhafte Medienberichte gestört worden. „Niemand verkauft den Fußball“, beteuerte der Weltverband. „Das ist etwas, was die Fifa niemals in Betracht ziehen würde.“ Die Fifa Forward Enterprise (FFE) sei ausschließlich vorgeschlagen worden, um sicherzustellen, dass alle Fifa-Mitgliedsverbände die Möglichkeit haben, die kommerziellen Chancen des Fußballs in ihren jeweiligen Ländern sinnvoll zu nutzen.

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Der Weltverband um Präsident Gianni Infantino hatte am Dienstag angekündigt, über die geplante Tochtergesellschaft FFE mehr als vier Milliarden US-Dollar von externen Investoren einwerben zu wollen. Auch künftige WM-Turniere sollen dann unter dem Dach der neu gegründeten FFE organisiert werden, deren Mehrheits-Eigentümer der Weltverband wäre.

Der europäische Fußballdachverband Uefa hatte am Donnerstagabend mit scharfen Worten einen Boykott aller Fifa-Turniere angekündigt, sollte die Fifa an ihrem Investorendeal festhalten. „Europas Position ist eindeutig. Wir werden diesem Modell niemals unsere Legitimität verleihen. Niemand hat das moralische Recht, etwas zu verkaufen, das er lediglich treuhänderisch für die nächste Generation verwaltet“, schrieb die Uefa nach einer Dringlichkeitssitzung.

Wenige Stunden später lehnte auch der für Nord- und Mittelamerika sowie die Karibik zuständige Kontinentalverband Concacaf die Investorenpläne geschlossen ab. Ohne die 55 Stimmen der Europäer und die 35 Stimmen aus Nord- und Mittelamerika dürfte es für den Fifa-Boss schwierig werden, unter den 211 Mitgliedsverbänden überhaupt eine Mehrheit zu erreichen.

Die Fifa verwies in ihrer Reaktion auf ihre „demokratischen Grundsätze“. Jeder habe das Recht, seinen Widerstand zum Ausdruck zu bringen und weitere Klarstellungen einzufordern, „aber keine einzelne Instanz kann für sich beanspruchen, alle 211 Mitgliedsverbände weltweit zu vertreten“, hieß es. „Jedem Mitgliedsverband sollte es gestattet sein, den Vorschlag zu prüfen und bei der Gestaltung seiner eigenen Zukunft mitzureden.“
Die Investorenpläne, die die Fifa am Dienstag erläutert hatte, führte der Weltverband in seinem Schreiben nicht erneut auf.

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