Im vergangenen Dezember reichte der US-Staatsanwalt Joseph Nocella bei einem New Yorker Bezirksgericht einen bemerkenswerten Antrag ein. Das Gericht ist seit dem Justizknall rund um den Fußball-Weltverband im Jahr 2015 zuständig für all die Prozesse, die sich aus der „Fifa Gate“-Affäre entwickelt haben, einem gewaltigen Korruptionssumpf im internationalen Fußballbusiness. Bis heute sind mehrere Verfahren anhängig. Nun aber wandte sich der von US-Präsident Donald Trump erst im Vorjahr ins Amt berufene Nocella mit einem als Bitte getarnten Auftrag an das Gericht: Es liege „im Interesse der Gerechtigkeit“, zwei dieser Klagen endgültig abzuweisen. Und nur wenig später wurde für den obersten Gerichtshof des Landes eine weitere Eingabe formuliert, die dieses Ansinnen stützt. Der Absender diesmal: der neue Generalstaatsanwalt John Sauer, früher mal für Trump als Anwalt tätig.
Vor der WM in den USAAuftrag von oben: Verfahren im Fußball-Sumpf bitte einstellen!
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Der Eifer der US-Justiz in Sachen „Fifa Gate“ ist schon länger erlahmt. Nun sollen zwei Klagen abgeräumt werden. Darunter ausgerechnet die gegen eine Firma, deren Besitzer einst von einem fragwürdigen Vertrag mit Gianni Infantino profitierten.
Von Johannes Aumüller und Thomas Kistner
