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Fifa:Anpassungen in der Krise

Verträge laufen bis zum faktischen Saisonende, das Transferfenster soll verlegt werden: Der Fußball-Weltverband Fifa hat auf die Auswirkungen der Corona-Krise mit weiteren Anpassungen reagiert und ermöglicht auch vertragsrechtlich die Verlängerung der Saison über das reguläre Ende am 30. Juni hinaus. "Ablaufende Spielerverträge enden normalerweise mit Saisonende. Da der Spielbetrieb in den meisten Ländern eingestellt wurde, endet die laufende Saison nicht wie ursprünglich angenommen. Aus diesem Grund sollen Verträge bis zum effektiven Ende der Saison verlängert werden", teilte die Fifa mit: "Diese Regelung sollte der ursprünglichen Intention der Parteien bei Vertragsabschluss entsprechen, während die sportliche Integrität und Stabilität gewahrt bleiben."

Eine ähnliche Regelung gelte für "Verträge, die mit Beginn der neuen Saison beginnen sollten. So werden diese Verträge erst wirksam, wenn die neue Saison effektiv beginnt." Auch bei den Transferfenstern müssten die geltenden Regelungen den neuen faktischen Gegebenheiten angepasst werden. Man strebe flexible Lösungen an, "damit die betreffenden Transferfenster zwischen das Ende der alten Saison und den Beginn der neuen Saison verschoben werden können." Bislang begann die Sommer-Wechselperiode am 1. Juli und endete in den meisten Ligen am 31. August. Gleichzeitig sei die Fifa "um eine Gesamtkoordination bemüht und trägt dem Schutz der Ordnungsmäßigkeit, der Integrität und des reibungslosen Betriebs von Wettbewerben Rechnung". Ergebnisse sollen "nicht unfair beeinflusst werden".

Auch die Uefa hatte den nationalen Ligen bereits weitere Freiräume verschafft. So wurden auch auf Kontinentalebene alle Juni-Länderspiele "bis auf Weiteres" verlegt und die Europapokalwettbewerbe weiter vertagt. Präsident Aleksander Ceferin kündigte an, dass Champions League und Europa League spätestens im August beendet werden könnten. Auch Termine für die Klubwettbewerbe der Saison 2020/21 sind vorerst verschoben.

© SZ vom 08.04.2020 / SID, DPA

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