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FC Ingolstadt:Gemeinsam stark

Aus zwei schlechten Klubs entstand im Jahr 2004 in Ingolstadt ein guter - seitdem geht es stetig aufwärts. Nun ist der FCI in der ersten Liga angekommen.

Den ersten Spieltag konnten sie beim FC Ingolstadt kaum erwarten. Dann an dem stand für den Aufsteiger in Mainz eine Premiere an. Nie zuvor hatte der FCI in der höchsten deutschen Fußballklasse gespielt. Angefangen hat alles im Jahr 2004 mit einer ungewöhnlichen Idee von Peter Jackwerth. Der ist heute der Präsident des FC Ingolstadt. Jackwerth wollte damals den verschuldeten Bezirksoberligisten ESV Ingolstadt nach vorne bringen, als Trikotsponsor. Dann fragte auch der Landesligist MTV Ingolstadt, ob er Hilfe bekommen könne. Dadurch kam der Unternehmer auf die Idee, aus dem ESV und dem MTV einen Klub zu machen, obwohl sich beide Vereine überhaupt nicht mochten. Aber sie stimmten zu, weil sie Jackwerths Geld brauchten.

Über die Bayernliga, Regionalliga und zweite Liga ging es stetig nach oben, im Mai gelang der Aufstieg in die Bundesliga. Zwischendurch ließ Jackwerth ein neues Stadion bauen, zudem stieg der Ingolstädter Autohersteller Audi ein. Früher mussten sich die Spieler in verschimmelten Kabinen umziehen, heute haben sie erstklassige Trainingsbedingungen. Die sollen helfen, den FC Ingolstadt in der Bundesliga zu etablieren. Der Verein will vor allem Talente ausbilden, nicht teure Stars kaufen. "Wir machen keine verrückten Dinge, wir investieren viel in die Infrastruktur und nicht so viel in die Spieler", sagt Trainer Ralph Hasenhüttl. Vier Zugänge hat der FCI verpflichtet, der bekannteste ist Angreifer Elias Kachunga vom Absteiger SC Paderborn.

Hasenhüttls wichtigster Kicker ist aber Mittelfeldspieler Pascal Groß, der schon seit drei Jahren da und mit dem Verein gewachsen ist. "Wir haben ja fast noch die gleiche Mannschaft wie damals als Tabellenletzter der zweiten Liga", erinnert Hasenhüttl an seine Anfänge beim FCI im Herbst 2013, "wir wissen aber auch, dass wir uns mit allen Aufgaben gesteigert und diese gelöst haben." Das wollen sie auch in der Bundesliga schaffen.