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FC Ingolstadt 04:Minimalisten am Werk

13.03.2021, xavx, Fussball 3.Liga, SV Wehen Wiesbaden - FC Ingolstadt 04 emspor, v.l. Stefan Kutschke (FC Ingolstadt 04

Anführer der Ingolstädter Mannschaft: Torjäger Stefan Kutschke, der über das 2:1 in Wiesbaden jubelt.

(Foto: Andreas Volz/Jan Huebner/Imago)

Dank zwei Treffern von Mittelstürmer Stefan Kutschke siegt der FC Ingolstadt 04 zum elften Mal in dieser Saison mit einem Tor Differenz. Im Drittliga-Aufstiegsrennen bleiben die Oberbayern als Zweiter am Spitzenreiter Dresden dran.

Von Johannes Kirchmeier

Der Angreifer Stefan Kutschke musste kurz lächeln, als er über sein erstes Tor sprach. Es hatte sich ja in gewisser Weise schon in der Vorbereitung zum Spiel angekündigt - sein Trainer Tomas Oral wollte dem SV Wehen Wiesbaden mit Flanken aus dem Halbfeld beikommen. Und so traf Kutschke nach zwölf Minuten eben nach einer Halbfeldflanke des Rechtsverteidigers Michael Heinloth aus elf Metern zum 1:1 für den FC Ingolstadt 04. "Das ist das, wofür so ein großer Stürmer bezahlt wird. Da muss er hingehen", sagte Kutschke bei Magentasport.

Gerade läuft es beim Kapitän des Tabellenzweiten FC Ingolstadt, zuletzt erzielte er fünf Tore in drei Spielen. Damit steht der 32-Jährige bei elf Saisontoren. Am Samstag genügte ihm die erste Halbzeit, um das Drittliga-Spitzenspiel gegen den Sechsten SV Wehen Wiesbaden zu entscheiden. Beide FCI-Treffer beim 2:1 (2:1) gegen die Wiesbadener markierte der 1,94-Meter-Mann, das 2:1 kurz vor der Pause schoss Kutschke per Elfmeter; der vom FC Augsburg ausgeliehene Maurice Malone hatte Wehen nach acht Minuten in Führung gebracht. "Dass Stefan ein guter Stürmer ist, braucht man nicht zu erwähnen", sagte Oral. "Ich hoffe, dass sein Lauf noch lange anhält."

Kutschke ist der Anführer der zumindest nach bislang 27 Partien fast dauerlächelnden Minimalisten-Elf dieser Saison. Elf Mal haben die Ingolstädter mit einem Tor Differenz gewonnen, und zuletzt gelangen sechs Siege in sieben Partien. Gegner Wehen verlor erstmals nach neun Heimspielen ohne Niederlage. Das schlägt sich auch in der Tabelle nieder: Spitzenreiter Dynamo Dresden steht nur noch zwei Punkte vor den Ingolstädtern - und auf den Vierten Saarbrücken haben die Oberbayern acht Zähler Vorsprung. "Alles, was Tabelle und Abstände anbelangt, das interessiert nicht", sagte Oral jedoch. "Es werden noch so viele Punkte vergeben, deshalb ist es uninteressant, jetzt irgendwelche Prognosen zu stellen." Unglücklich ist er aber natürlich überhaupt nicht über diesen Zwischenstand seiner Minimalisten, die es nach dem Relegations-Drama gegen Nürnberg im vergangenen Jahr nun offenbar doch immer mehr verstehen, enge Spiele auf ihre Seite zu ziehen.

© SZ/klef
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