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FC Ingolstadt 04:Im Bauch von Oral

Cheftrainer Tomas Oral (FC Ingolstadt) weist seine Spieler an beim Spiel FC Ingolstadt 04 gegen TSV 1860 Muenchen am 22

Noch zwei Mal kämpfen: Ingolstadts Trainer Tomas Oral geht mit großer Hoffnung in die Relegationsspiele.

(Foto: Oliver Strisch/Eibner/imago)

Der FC Ingolstadt geht mit Respekt vor der Offensive des VfL Osnabrück in die Zweitliga-Relegation. Erstmals seit Oktober 2020 werden wieder FCI-Anhänger im Stadion sein.

Von Johannes Kirchmeier

Es darf zumindest mit viel Abstand wieder gejubelt werden auf den Tribünen des Sportparks in Ingolstadt - jetzt muss es halt nur noch einen Grund dazu geben. Vor dem Relegationshinspiel um einen Zweitliga-Platz an diesem Donnerstag (18.15 Uhr) gegen den VfL Osnabrück dürfen aufgrund der gesunkenen Inzidenzwerte immerhin 250 Zuschauer dabei sein im Stadion des FC Ingolstadt 04, das eigentlich 15 200 Menschen Platz bietet. "Das bedeutet eine gewisse positive Energie", sagt der FCI-Trainer Tomas Oral. "Das tut gut, das gibt uns Kraft." Drei Mal hatte seine Mannschaft in dieser Saison vor Heimpublikum gespielt (zuletzt im Oktober 2020) - und dabei die einzige Niederlage im Sportpark gegen die SpVgg Unterhaching erlebt, aber auch zwei Siege gegen Uerdingen und Verl.

Oral hat fast das gesamte Team zur Verfügung - nur Preißinger fehlt verletzt

Im Kampf um die zweite Liga wird sich nun viel im Bauch des Trainers entscheiden. Sowohl die Ansprache ans Team als auch die Aufstellung überlasse er neben seinen Eindrücken in den Trainingseinheiten vor allem dem Bauchgefühl, sagte Oral am Vortag der Partie. Sein Bauch hat ja schließlich auch genügend Optionen, die er in die Überlegungen einbeziehen kann: Von einer Sperre ist niemand betroffen, nur Rico Preißinger (Schulterverletzung) fällt weiter aus. Der beim 3:1 gegen den TSV 1860 München gesperrte Außenstürmer Filip Bilbija, dem Oral irgendwann Bundesliga-Einsätze zutraut, könnte nach zuletzt starken Leistungen daher in die Startelf rutschen. Wenn es des Trainers Bauchgefühl denn zulässt.

Nach den knappen Relegationsniederlagen 2019 und 2020, diesem kleinen Vereinstrauma, wird auch die dritte Auflage 2021 zum Nervenspiel für den FCI: "Da bin ich auch mal gespannt, wie die Mannschaft sich präsentiert. Weil ich glaube, dass wir zwei richtig gute Spiele brauchen, um das Ding zu ziehen", sagt Oral, der den Gegner aufgrund des Klassenunterschieds und seiner spielerischen Stärke als Favoriten sieht. Besonders der frühere Nürnberger Sebastian Kerk spielte beim Tabellen-16. eine starke Saison mit zehn Treffern und zehn Vorlagen, gefährlich kann er dem FCI auch durch feine Freistöße und Eckbälle werden. Mittelstürmer Christian Santos steuerte acht weitere Tore bei. Auch VfL-Coach Markus Feldhoff sieht die Vorteile fürs Duell in seiner Offensive.

Ingolstadts Pfund ist dagegen der jüngste Lauf, der im Erfolg gegen die Sechziger beim Entscheidungsspiel um Rang drei gipfelte. Nach einer zwischenzeitlich etwas schwächeren Saisonphase geht das Team nun mit einer Serie von acht Partien ohne Niederlage in die Relegation. "Es gibt eine hochinteressante zweite Liga - und da wollen wir unbedingt hin", sagt Oral. Gerade die Bundesliga-Absteiger FC Schalke 04 und Werder Bremen hätten es ihm als künftige Konkurrenten angetan. Aber für diese Belohnung brauche es erst einmal diese "zwei richtig guten Spiele".

© SZ/lein
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