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1:0 des FC Bayern:Süle legt Glück und Kraft in seinen Schuss

Das Spiel der Bayern nahmen erst nach der Pause so richtig Fahrt auf. Im Minutentakt wurde Werders Schlussmann Jiri Pavlenka zu Paraden gezwungen. Er war als der Teufelskerl nach München gekommen, den man braucht, um gegen diese immer noch sehr guten Individualisten zu bestehen: Erst parierte er einen Schuss von Lewandowski aus spitzem Winkel (49.) und wehrte dann einen Versuch von Gnabry ins Toraus ab (51.). Drei Minuten später lenkte er einen Gnabry-Schuss aus 16 Metern gerade so an den Pfosten. Nach gut zehn Minuten Verschnaufpause testet ihn dann Lewandowski wieder mit einem zentralen Schuss.

Der Torhüter hätte der Mann des Nachmittags werden können, doch wenige Sekunden nach seiner Parade gegen Lewandowski landete der Ellbogen von Milos Veljkovic bei einem Kopfballduell am Kopf von Süle. Schiedsrichter Tobias Welz gab dem bereits vorbestraften Verteidiger die gelb-rote Karte. Süle sollte in diesem Spiel an den beiden wichtigsten Aktionen beteiligt sein. Die Münchner hielten den Druck in der Folge hoch.

Ein Tor hatten sie bis dahin aber immer noch nicht. Doch da, wo all diese begabten Angreifer versagt hatten, kam ein Innenverteidiger zur Rettung der Bayern. In der 75. Minute packte Süle so viel Glück wie Kraft in einen Schuss aus 20 Metern. Weil es in diesem Spiel nicht anders sein durfte, fälschte der hereingrätschende Davy Klaassen den Ball unhaltbar für Pavlenka ab. Dass es die Bayern auch kunstvoller können, wollte dann Lewandowski noch einmal mit einem Schlenzer beweisen. Das Aluminium stand Pavlenka aber bei.

Ein zweiter Treffer gelang der Mannschaft von Kovac nicht mehr, aber das wird ihnen am Ende egal sein. Es sind Siege, die man im Meisterschaftskampf braucht. Sie haben gegen Borussia Dortmund vorgelegt und den Vorsprung in der Tabelle vorübergehen auf vier Punkte ausgebaut. Der BVB kann am Sonntag in Freiburg kontern. Und Bremen am Mittwoch im Halbfinale des DFB-Pokals. Im Fußball bleibt eben keine Zeit zum Innehalten.

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